Münchner Start-up Sitegeist revolutioniert Betonrückbau mit Hochdruck-Robotern

Elias Braun
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Ein Roboter zum Reinigen von Böden steht auf dem Boden eines Gebäudes, umgeben von Wänden, Türen, Lampen und anderen Gegenständen.Elias Braun

Münchner Start-up Sitegeist revolutioniert Betonrückbau mit Hochdruck-Robotern

München bleibt ein zentraler Knotenpunkt für Innovation in der Robotik, doch in den letzten drei Jahren haben sich nur zwei Start-ups in den Bereichen industrielle Automatisierung oder Baustellenrobotik etabliert: Sitegeist und RobCo. Der Ruf der Stadt in diesem Bereich gründet sich maßgeblich auf das Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) an der Technischen Universität München (TUM), das weiterhin die Entstehung neuer Unternehmen fördert. Besonders Sitegeist hat jüngst Aufmerksamkeit erregt – mit einem Roboter für den Betonrückbau, der dem drängenden Fachkräftemangel in der Baubranche entgegenwirken soll.

Gegründet wurde Sitegeist von Julian Hoffmann, Claus Carste und Nicola Kolb, die die Idee aus einem Universitätsprojekt heraus entwickelten. Heute führt Lena-Marie Pätzmann das Start-up als Geschäftsführerin. Der Roboter des Unternehmens setzt einen Hochdruckwasserstrahl mit bis zu 3.000 Bar ein, um beschädigten Beton präzise zu entfernen – eine Aufgabe, für die sich kaum noch qualifizierte Arbeitskräfte finden.

Erfolgreiche Tests auf realen Baustellen brachten positive Rückmeldungen, doch bleiben Herausforderungen: Die Anpassung an unvorhersehbare Baustellenbedingungen, die Navigation auf unwegsamem Gelände und die Bewältigung des extremen Drucks des eigenen Wasserstrahls. Haltbarkeit und Produktivität sind entscheidende Hürden, bevor das Unternehmen die CE-Zertifizierung anstreben kann.

Münchens Robotik-Ökosystem beschränkt sich nicht auf Sitegeist. Im Robotics Venture Lab werden derzeit weitere Start-ups wie Navel Robotics und Devanthro unterstützt. Etablierte Firmen wie Agile Robotics, RobCo, Arx Robotics, Filics und Kewazo sind ebenfalls in der Stadt ansässig und festigen ihren Ruf als führender Standort für Robotik-Entwicklung.

In einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde sicherte sich Sitegeist 4 Millionen Euro, angeführt von b2venture und OpenOcean, mit zusätzlicher Unterstützung weiterer Investoren. Die Mittel sollen helfen, die Technologie zu verfeinern und die Operations zu skalieren, um die Marktreife zu erreichen.

Sitegeists Roboter zielt darauf ab, eine kritische Lücke in der Betonsanierung zu schließen, wo der Fachkräftemangel weiterhin besteht. Mit laufenden Tests und Investorensupport rückt das Unternehmen näher an Zertifizierung und breitere Einsatzmöglichkeiten heran. Gleichzeitig wächst Münchens Robotik-Sektor insgesamt weiter – getrieben von akademischer Forschung und Risikokapital.

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