Mutiger Anwohner stoppt Einbrecher in Fürth – Messerprozess zieht sich hin
Ben SchmidtMutiger Anwohner stoppt Einbrecher in Fürth – Messerprozess zieht sich hin
Ein Anwohner aus dem Fürther Stadtteil Hardhöhe hat der Polizei in den frühen Morgenstunden des Dienstags geholfen, zwei Tatverdächtige nach einem versuchten Einbruch zu stellen. Das Duo hatte Kellerabteile als Ziel ausgewählt, konnte jedoch keine Beute machen. Die Behörden haben nun umfassende Ermittlungen eingeleitet.
Unterdessen läuft in einem separaten Fall der Prozess gegen einen 22-jährigen Mann aus dem Kreis Stormarn weiter, der im April vergangenen Jahres in einer Diskothek bei Hamburg einen 21-Jährigen erstochen haben soll. Die Verhandlung wurde am 17. Dezember fortgesetzt; weitere Termine sind angesetzt, bevor im März 2026 ein Urteil erwartet wird.
Der Einbruchsversuch ereignete sich gegen 0:20 Uhr am Dienstag, als ein Anwohner zwei Personen dabei beobachtete, wie sie versuchten, gewaltsam in Kellerabteile einzudringen. Ein Verdächtiger, ein 16-jähriger Deutscher, wurde sofort von dem Zeugen festgehalten, bis die Polizei eintraf. Der zweite Tatverdächtige, ein 19-jähriger Deutscher, konnte zunächst fliehen, wurde später jedoch von Beamten gefasst.
Beide Jugendlichen müssen sich nun wegen versuchten schweren Einbruchsdiebstahls verantworten. Der 16-Jährige wurde inzwischen seinen gesetzlichen Vertretern übergeben, während der 19-Jährige in Untersuchungshaft bleibt. Die Staatsanwaltschaft hat für den älteren Beschuldigten Untersuchungshaft beantragt; er muss sich nun vor einem Ermittlungsrichter verantworten. Der Fall wurde an die Spezialeinheit für Kapitaldelikte der Fürther Polizei zur weiteren Aufklärung übergeben.
Im unabhängigen Messerstecherei-Fall wird dem 22-jährigen Angeklagten vorgeworfen, im April 2025 während einer Auseinandersetzung in einer Diskothek bei Hamburg einen 21-Jährigen tödlich verletzt zu haben. Der Prozess, der bereits Anfang dieses Jahres begann, wurde am 17. Dezember mit zehn weiteren Verhandlungsterminen fortgesetzt. Eine endgültige Entscheidung wird erst im März 2026 erwartet.
Bei dem versuchten Einbruch in Fürth wurde zwar nichts gestohlen, doch gegen beide Verdächtigen wird weiter ermittelt. Dem 19-Jährigen droht Untersuchungshaft, während der 16-Jährige seinen Erziehungsberechtigten übergeben wurde.
Im Messerprozess wird das Gericht noch mehrmals tagen, bevor im kommenden Frühjahr das Urteil verkündet wird. Die Entscheidung wird über die Konsequenzen für den 22-jährigen Angeklagten bestimmen.