31 March 2026, 04:14

Netanyahu lebendig? Warum Verschwörungstheorien über seinen Tod nicht sterben wollen

Eine große Wand zeigt mehrere Bilder, einen gelben Stuhl, israelische Regierungsflaggen auf Ständern, eine Tafel mit dem Text 'Bring Them Home Now', einen wandmontierten Bildschirm, Deckenleuchten und andere Gegenstände.

Netanyahu lebendig? Warum Verschwörungstheorien über seinen Tod nicht sterben wollen

Gerüchte über den Tod von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu verbreiten sich seit Tagen rasant im Netz. Ein aktuelles Video des Regierungschefs befeuerte die Spekulationen weiter, während Nutzer in sozialen Medien über angebliche Todesdaten bis hin zu Behauptungen über den Aufenthaltsort seiner Leiche diskutierten.

Die jüngste Welle an Verschwörungstheorien begann, nachdem eine Umfrage eines finnischen Professors die Debatte über seinen Verbleib neu entfacht hatte. Der Streit gewann an Fahrt, als Tuomas Malinen, Professor an der Universität Helsinki, eine Abstimmung startete, in der er fragte, ob Netanyahu bereits verstorben sei. Nutzer griffen daraufhin ältere Behauptungen auf, wonach er bei einem Raketenangriff am 8. März getötet worden sein könnte. Andere verwiesen auf Berichte, denen zufolge sein Privatjet in Berlin am Boden geblieben sein soll – angeblich ein weiterer Beweis für die Theorie.

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Auffällig waren auch ungewöhnliche Sprachmuster und Formulierungen in Netanyahus letztem Videoauftritt. Einige vermuteten, es könnte sich um einen Double oder eine KI-Manipulation handeln. Bereits am 12. März hatte die israelische Regierung ein Video einer seiner Reden veröffentlicht, das Kritiker zunächst als Deepfake abtaten – später stellte sich jedoch heraus, dass es sich um eine visuelle Verzerrung handelte.

Netanyahu selbst nahm am 15. März 2026 Stellung zu den Gerüchten. In einem Clip, der in einem Café in Jerusalem gedreht wurde, scherzte er über die Spekulationen, zählte seine Finger ab und bemerkte, er könnte "für einen Kaffee sterben". Das Video sollte die Theorien entkräften, doch bei manchen Nutzern blieben Zweifel bestehen.

Die Mutmaßungen knüpfen an frühere Berichte über Netanyahus politischen Einfluss an, darunter seine Aussage an den damaligen US-Präsidenten Donald Trump im Jahr 2020, ein Militärschlag könnte das iranische Regime stürzen. Offizielle Stellen haben jedoch keinen Zusammenhang zwischen diesen Vorfällen und den aktuellen Gerüchten hergestellt.

Trotz Netanyahus humorvollem Versuch, die Theorien zu widerlegen, halten sich die Fragen zu seinem Verbleib im Netz. Die israelische Regierung hat bisher keine weiteren Stellungnahmen zur Herkunft der Behauptungen abgegeben. Vorerst bleibt die Diskussion auf unbestätigte Berichte und Social-Media-Debatten beschränkt.

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