24 June 2026, 14:09

Netzentgelte steigen: Warum deutsche Haushalte immer mehr zahlen müssen

Strompreise in Deutschland steigen schneller als Erneuerbare

Netzentgelte steigen: Warum deutsche Haushalte immer mehr zahlen müssen

Die Energiewende in Deutschland hat neue Sorgen über steigende Netzentgelte mit sich gebracht. Seit 2013 sind die Kosten für Haushalte kontinuierlich gestiegen, und weitere Erhöhungen werden in den kommenden Jahren erwartet.

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Allein im Jahr 2015 kostete die Stabilisierung des nationalen Stromnetzes über eine Milliarde Euro. Der niederländische Netzbetreiber Tennet war für 70 Prozent dieser Ausgaben verantwortlich. Im selben Jahr kündigte die Bundesnetzagentur an, die Gewinnmargen der Netzbetreiber zu kürzen – mit weiteren Reduzierungen für 2018 und 2019.

Tennet gab daraufhin bekannt, die Netzentgelte ab 2017 um 80 Prozent zu erhöhen. Für durchschnittliche deutsche Haushalte sind die Gebühren seit 2013 bereits um 37 Euro pro Jahr gestiegen. Analysten warnen, dass kleinere Betreiber am stärksten betroffen sein könnten und bis zu 35 Prozent ihres Unternehmenswerts verlieren könnten.

Während andere europäische Länder Netzbetreibern höhere Renditen bieten, profitiert Deutschland von geringeren Kapitalkosten. Die tatsächliche Gewinnmarge der Betreiber könnte zudem über den offiziell gemeldeten 9,05 Prozent liegen.

Die Entscheidung der Bundesnetzagentur, die Margen zu senken, wird die Betreiber unterschiedlich treffen. Kleinere Unternehmen stehen vor den größten finanziellen Herausforderungen. Gleichzeitig werden die Haushalte weiter belastet, da die Gebühren steigen und die Netzstabilität weiterhin Priorität hat.

Quelle