Neue Ausschreibung für Regionalverkehr in Mainfranken startet mit zwei Großlosen
Johanna MüllerNeue Ausschreibung für Regionalverkehr in Mainfranken startet mit zwei Großlosen
Ein großes Vergabeverfahren für Regionalzugverbindungen in der Region Großraum Würzburg und Nürnberg hat begonnen. Das von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) initiierte Verfahren umfasst zwei separate Lose und führt die künftige Regio-S-Bahn Mainfranken ein. Der Vertrag hat eine Laufzeit von zwölf Jahren und beginnt im Dezember 2029, endend im Dezember 2041.
Die als Regionalverkehr Mainfranken bezeichnete Ausschreibung umfasst jährlich über 7,2 Millionen Zugkilometer. Los 1 beinhaltet Expresslinien wie den RE 10 (Würzburg – Neustadt an der Aisch – Nürnberg) und den RE 54 (Frankfurt – Würzburg – Schweinfurt – Bamberg). Los 2 umfasst die Strecken der Regio-S-Bahn, darunter Verbindungen von Flieden oder Jossa über Würzburg nach Marktbreit sowie die Linie Würzburg–Kitzingen.
Bisher wurde noch kein Betreiber für den Vertrag benannt, da das Auswahlverfahren noch läuft. Allerdings könnte Agilis ab Ende 2029 einige Strecken zwischen Nürnberg und Würzburg von der DB-Regio-Tochter übernehmen. Gleichzeitig prüft das deutsche Eisenbahnunternehmen mögliche rechtliche Schritte gegen die Vergabentscheidung.
Der erfolgreiche Bieter wird die Leistungen ab Dezember 2029 für zwölf Jahre betreiben. Die Ausschreibung markiert einen bedeutenden Wandel, der potenziell zu einer Verlagerung von Strecken von DB Regio zu Agilis führen könnte. Die endgültige Entscheidung über den Betreiber steht noch aus, während die rechtliche Prüfung weiterhin läuft.