08 December 2025, 22:19

Neue Cannabis-Regeln: Warum Deutschland über härtere Strafen und Verbote streitet

Ein Foto mit Handschuhen, Spritzen, Flaschen, Bällen und Baseballschlägern auf einem weißen Hintergrund mit Text oben.

Neue Cannabis-Regeln: Warum Deutschland über härtere Strafen und Verbote streitet

Teaser: In Deutschland wird erneut über eine Verschärfung der Drogenpolitik diskutiert. Neue Verbote und strengere Regeln rücken in den Fokus der Debatte.

8. Dezember 2025, 06:12 Uhr

Deutschland erwägt strengere Cannabis-Regeln, nachdem jüngste Diskussionen über öffentliche Sicherheit und Durchsetzung geführt wurden. Der Bundesrat hat nun vorgeschlagen, für Ersttäter, die unter dem Einfluss von Alkohol und Cannabis erwischt werden, verpflichtende Fahrtauglichkeitstests einzuführen. Kritiker bemängeln, dass damit Gelegenheitskonsumenten unangemessen bestraft werden könnten.

Der Vorstoß für schärfere Bestimmungen kommt, während von konservativ geführten Bundesländern ein Verbot von Cannabis-Anbauvereinen gefordert wird. Diese hätten laut den Befürwortern die Nachfrage nicht decken können, was auf eine mangelhafte Umsetzung der Legalisierung zurückzuführen sei. Unterdessen hat der Abgeordnete Streeck vorgeschlagen, die erlaubte Besitzmenge von 50 Gramm zu senken, da diese den Eigenbedarf übersteige.

Justizministerin Marion Gentges kritisierte, dass es seit der teilweisen Legalisierung kaum Konsequenzen für junge Cannabiskonsumenten gebe. Innerhalb der Unionsfraktion gibt es sogar Stimmen, die eine vollständige Abschaffung des Cannabisgesetzes (CanG) fordern. Die jüngste Resolution des Bundesrats zielt zwar auf Autofahrer ab, doch Gegner warnen, dass damit auch diejenigen bestraft werden könnten, die beide Substanzen nur einmalig konsumiert haben.

Die geplanten Änderungen könnten die deutsche Cannabispolitik grundlegend verändern – mit härteren Strafen und strengeren Kontrollen. Sollten die neuen Regeln verabschiedet werden, wären sowohl Freizeitkonsumenten als auch Autofahrer unter Drogeneinfluss betroffen. Die Debatte über Durchsetzung und Gerechtigkeit wird voraussichtlich anhalten.