17 January 2026, 13:56

Neues Hallenbad in Pfronten: Bürgerpetition fordert Verzögerung bis nach der Wahl 2026

Ein großes Gebäude mit einem Schwimmbad davor, umgeben von einem Metallzaun, mit Fahrzeugen, Pfählen, Drähten, einem Straßenpfahl, Bäumen, Hügeln und einem bewölkten Himmel.

Neues Hallenbad in Pfronten: Bürgerpetition fordert Verzögerung bis nach der Wahl 2026

Pläne für ein neues Hallenbad in Pfronten könnten sich bis nach der nächsten Kommunalwahl verzögern

Der Bürger Joachim Wohlfart hat eine Online-Petition gestartet, in der er fordert, Entscheidungen über das Projekt bis zur Amtsübernahme des neu gewählten Gemeinderats im Mai 2026 aufzuschieben. Sein Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund steigender Kosten und unklarer Finanzierung des 21-Millionen-Euro-Projekts.

Die auf openPetition.de veröffentlichte Petition hat bereits über 200 Unterschriften von Anwohnern gesammelt. Wohlfart argumentiert, dass der aktuelle Gemeinderat keine endgültigen Beschlüsse vor den Wahlen im März 2026 fassen sollte, damit die neu gewählten Vertreter:innen ein Wörtchen mitreden können.

Doch bleiben weiterhin zentrale Fragen unbeantwortet. Unklar ist etwa, wie die Verkehrsanbindung zur Baustelle geregelt werden soll, wie die Parkplatzsituation aussehen wird und welche langfristigen Betriebskosten auf die Gemeinde zukommen. Zudem fehlt ein detaillierter und transparenter Finanzierungsplan – es ist ungewiss, wie die Baukosten von 21 Millionen Euro gedeckt werden sollen. Wohlfart weist außerdem auf die noch nicht geklärten Abrisskosten für das Gelände des ehemaligen Alpenbads hin, wo das neue Bad entstehen soll.

Auch der Wahlkampf könnte die Planung weiter bremsen. Da noch keine Kandidat:innen für das Bürgermeisteramt feststehen und der neue Gemeinderat erst im Mai 2026 sein Amt antritt, könnten Entscheidungen über das Hallenbad monatelang auf Eis liegen.

Sollte die Petition erfolgreich sein, könnten endgültige Weichenstellungen für das Hallenbad erst nach der Wahl fallen. Dann läge es am neuen Gemeinderat, die Finanzierung, Logistik und öffentliche Bedenken zu klären. Das Ergebnis wird zeigen, ob das 21-Millionen-Projekt wie geplant voranschreitet – oder noch einmal überarbeitet werden muss.