Neues jüdisches Kulturzentrum in Bayreuths historischem "Alte Münze"-Gebäude eröffnet
Johanna MüllerKulturzentrum macht jüdisches Leben sichtbar - Neues jüdisches Kulturzentrum in Bayreuths historischem "Alte Münze"-Gebäude eröffnet
Bayreuths jüdische Gemeinde eröffnet neues Kulturzentrum in historischem "Alte Münze"-Gebäude
Die restaurierte Stätte, in die rund 10 Millionen Euro investiert wurden, dient nun als moderner Mittelpunkt jüdischen Lebens in der Stadt. Bei der Eröffnung betonte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sein Engagement im Kampf gegen Antisemitismus in der Region.
Das "Alte Münze"-Gebäude wurde in den vergangenen Jahren umfassend saniert. Bevor es zum Kulturzentrum umgestaltet wurde, beherbergte es eine interaktive Ausstellung zum Denkmalschutz. Federführend bei dem Projekt war die Israelitische Kultusgemeinde, die den Ort in eine lebendige Begegnungsstätte verwandelt hat.
Die zentrale Lage des Zentrums in der Bayreuther Innenstadt ist von symbolischer Bedeutung. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, hob hervor, dass die prominente Position ein starkes Signal aussende: Jüdisches Leben sei sichtbar und tief in der Stadt verwurzelt. Nur wenige Schritte entfernt steht Deutschlands älteste noch aktive Synagoge, die 1760 neben dem zum UNESCO-Welterbe zählenden Markgräflichen Opernhaus erbaut wurde.
Während der NS-Zeit könnte die Nähe der Synagoge zum Opernhaus sie möglicherweise vor der Zerstörung bewahrt haben. Bereits Jahre zuvor war sie renoviert worden, um ihre historische Bedeutung zu erhalten.
Bei der Eröffnung unterstrich Söder die Notwendigkeit, jüdisches Leben vor allen Formen des Antisemitismus zu schützen. Er nannte Bedrohungen von rechtsextremer Seite, islamistischen Gruppen sowie Teilen der linksintellektuellen Szene. Sein Versprechen war deutlich: Bayern werde Hass oder Diskriminierung gegen jüdische Bürgerinnen und Bürger nicht dulden.
Das neue Kulturzentrum stärkt die jüdische Gemeinde Bayreuths mit einem eigenen Veranstaltungs- und Begegnungsort. Seine Eröffnung krönt Jahre der Restaurierungsarbeiten und finanzieller Investitionen. Vertreter aus Politik und Gesellschaft bekräftigten erneut ihren Willen, jüdisches Leben zu schützen und seine Sichtbarkeit in der Region langfristig zu sichern.






