10 January 2026, 14:18

Nur zwei Weltklasse-Spieler in der Bundesliga – Rummenigge fordert mehr

Fußballspieler auf einem Feld mit einer großen Menge im Hintergrund.

Nur zwei Weltklasse-Spieler in der Bundesliga – Rummenigge fordert mehr

Die aktuellen kicker-Rankings für die Bundesliga haben unter Fußballfunktionären für Diskussionen gesorgt. Nur zwei Spieler – Harry Kane und Michael Olise – wurden in die Kategorie "Weltklasse" eingestuft, beide vom FC Bayern München. Unterdessen äußerte sich der ehemalige Nationalspieler Michael Rummenigge zu den Bewertungen und gab seine eigene Einschätzung der Leistungsträger ab.

An der Spitze der "internationalen Klasse" steht Alejandro Grimaldo – eine Platzierung, die Rummenigge voll und ganz unterstützt. Auf Platz zwei folgt Serge Gnabry, dessen starke Leistungen, besonders angesichts seines auslaufenden Vertrags, Rummenigge anerkennend hervorhob. Der Bayern-Verantwortliche betonte zwar Gnabrys konstante Beiträge, zögerte jedoch, ihn als Weltklasse-Spieler zu bezeichnen.

Julian Brandt und Karim Adeyemi wurden als "nationale Klasse" eingestuft, eine Kategorie, die Rummenigge zufolge beide überwinden müssten. Er unterstrich die Bedeutung der offensiven Mittelfeldrolle, in der präzise Vorlagen Spiele entscheiden können. Seiner Meinung nach haben weder Brandt noch Adeyemi bisher das Niveau erreicht, um diese Position zu dominieren.

Ein besonderer Name in der Diskussion war Lennart Karl, dessen Auftritte in der Champions League von Rummenigge hoch gelobt wurden. Der ehemalige Nationalspieler ging noch einen Schritt weiter und forderte, Karl für den Kader der Nationalmannschaft bei der WM 2026 in Betracht zu ziehen. Sein Appell zeigt Vertrauen in Karls Fähigkeit, auf der größten Bühne zu glänzen.

Rummenigge stimmte zudem der kicker-Einschätzung zu, dass aktuell kein Bundesliga-Spieler als Weltklasse-"Zehn" gilt. Das Fehlen eines solchen Talents, so seine Andeutung, hinterlasse eine Lücke in den kreativen Mittelfeldoptionen der Liga.

Die Rankings und Rummenigges Äußerungen verdeutlichen sowohl die Stärken der Bundesliga als auch ihre Baustellen. Während Spieler wie Grimaldo und Gnabry Anerkennung finden, bleibt die Abwesenheit eines Top-"Zehners" ein Gesprächsthema. Karls mögliche Nominierung für die Nationalmannschaft könnte den Vorbereitungen Deutschlands auf die WM 2026 eine weitere Facette verleihen.