Nürnberger Ehepaar wegen massivem Lohnbetrugs zu 109.000 Euro Strafe verurteilt
Hannah BöhmNürnberger Ehepaar wegen massivem Lohnbetrugs zu 109.000 Euro Strafe verurteilt
Ein Nürnberger Gericht hat ein Ehepaar wegen Lohnbetrugs und Untreue zu einer Geldstrafe von insgesamt 109.000 Euro verurteilt. Das Paar betrieb ein Unternehmen im Pflegebereich, wo es Gehälter zu niedrig angab und Mitarbeiter vor den offiziellen Aufzeichnungen verbarg. Die Strafen sind nach einem Urteil des Amtsgerichts nun rechtskräftig.
Der Ehemann und die Ehefrau wurden schuldig gesprochen, Löhne vorenthalten und Mitarbeiter nicht ordnungsgemäß anzumelden. Über einen Zeitraum von fast drei Jahren zahlten sie einigen Angestellten Schwarzlöhne und reichten gefälschte Gehaltsangaben ein. Dadurch umgingen sie Sozialabgaben und Steuerzahlungen.
Das Gericht setzte für jeden Ehepartner unterschiedliche Strafen fest. Die Frau muss 600 Tagessätze à 165 Euro zahlen, was insgesamt 99.000 Euro ergibt. Der Mann wurde zu 400 Tagessätzen à 25 Euro verurteilt, was 10.000 Euro entspricht. Zusammen belaufen sich ihre Strafen auf 109.000 Euro.
Der Fall steht im Zusammenhang mit verstärkten Kontrollen in der Region. Zwischen 2023 und 2025 ermittelten die Behörden in Nürnberg und Mittelfranken gegen etwa 15 Unternehmen und Selbstständige wegen ähnlicher Verstöße. Es wurden Bußgelder verhängt und Strafverfahren eingeleitet, wobei die genauen regionalen Gesamtzahlen nicht veröffentlicht wurden.
Das Urteil beendet eine langwierige Untersuchung zum Lohnbetrug des Paares. Ihr Unternehmen muss nun die Steuer- und Sozialversicherungsgesetze einhalten. Die Behörden überwachen weiterhin die korrekte Meldung von Löhnen in der Pflegebranche und anderen Wirtschaftszweigen.






