Oberguenzburgs bewegende Gedenkfeier zum Volkstrauertag für Frieden und Versöhnung
Hannah BöhmOberguenzburgs bewegende Gedenkfeier zum Volkstrauertag für Frieden und Versöhnung
Oberguenzburg gedenkt am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewalt
Am Sonntag fand in Oberguenzburg die jährliche Gedenkfeier zum Volkstrauertag statt – Deutschlands nationaler Tag der Trauer. Bürgerinnen und Bürger, Veteranen sowie lokale Würdenträger kamen zu einem feierlichen Gottesdienst und einer Kranzniederlegung zusammen.
Der Tag begann mit einem von Pfarrer Walter Böhmer geleiteten Gottesdienst, in dem Schuberts Messe in G-Dur vom Oberguenzburger Blasorchester begleitet wurde.
Am Kriegsdenkmal folgte eine ökumenische Kranzniederlegung unter der Führung von Pfarrer Böhmer und Pfarrerin Henriette Gößner. Die Oberguenzburger Schützengesellschaft ehrte den Anlass mit einem Kanonensalut.
Martin Jäckle, Vorsitzender des örtlichen Kriegsveteranenverbandes, gedachte in seiner Ansprache der 174 Soldaten aus Oberguenzburg, die im Zweiten Weltkrieg ihr Leben verloren oder als vermisst galten. Später richtete der stellvertretende Bürgermeister Florian Ullinger Worte an die Versammelten und mahnte in seiner Rede zu Frieden und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete die Nationalhymne, dargestellt vom Oberguenzburger Blasorchester. Bereits im Laufe der Woche hatte der Veteranenverband seine jährliche Hauptversammlung im Saal des Schützenvereins Guntia abgehalten. Langjährige Mitglieder wurden für 25- und 40-jährige Treue mit Auszeichnungen geehrt.
Die Veranstaltung stand im Zeichen des Gedenkens an die Opfer von Kriegen und Gewalt und stärkte zugleich den Zusammenhalt in der Gemeinde. Lokale Vereine wie das Blasorchester und die Schützengesellschaft spielten eine zentrale Rolle in den Feierlichkeiten. Die Abfolge des Tages spiegelte sowohl die Erinnerung an die Vergangenheit als auch das Bekenntnis zu einem dauerhaften Frieden wider.