22 January 2026, 18:47

Ölbohrungen im Landkreis Augsburg lösen massive Umweltproteste aus

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude, umgeben von Bäumen und Pflanzen, mit Text unten, der "Das vierteljährliche Manöver des ersten und zweiten Regiments von Liberia" liest.

Natur-Schützer protestieren gegen neue Ölbohrungen in Schwaben - Ölbohrungen im Landkreis Augsburg lösen massive Umweltproteste aus

Pläne zur Ausweitung der Ölförderung im Landkreis Augsburg haben Proteste von Umweltschutzgruppen ausgelöst. In der Region gibt es bereits zwei seit den 1970er-Jahren aktive Förderstätten. Nun bereitet sich der Energiekonzern Oneo GmbH & Co. KG darauf vor, in den kommenden Jahren neue Bohrungen vorzunehmen.

Die Ölförderung in der Region blickt auf eine lange Geschichte zurück. Das Feld in Aitingen, das seit 1979 in Betrieb ist, hat bereits über 1,5 Millionen Tonnen Rohöl gefördert. Eine weitere Anlage in Schwabmünchen ist seit demselben Jahrzehnt aktiv.

Im Dezember 2022 sicherte sich Oneo eine zusätzliche Abbaulizenz für Schwabmünchen. Zwar wurde noch kein Antrag auf Bohrgenehmigung gestellt, doch das Unternehmen erweiterte das Aitinger Feld erst 2023. Aktivisten warnen, dass für 2026 weitere Ausbaumaßnahmen geplant seien. Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) lehnt das Vorhaben entschieden ab. Peter Roth, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Augsburg, betonte, Bayern müsse sich von fossilen Brennstoffen verabschieden, um die Klimakrise zu bewältigen. Julian Fürholzer, BN-Landesvorstandsmitglied, bezeichnete die Pläne als "völlig zeitgeistfremd".

Trotz der Umweltbedenken treibt Oneo die Expansion voran. Das in Landau in der Pfalz ansässige Unternehmen verfügt über staatlich genehmigte Abbaurechte für das Gebiet um Schwabmünchen. Die Proteste halten derweil an, während Aktivisten einen Ausstieg aus der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern fordern.