Österreich treibt härtere Linie bei Abschiebungen und Migration voran
Johanna MüllerÖsterreich treibt härtere Linie bei Abschiebungen und Migration voran
Österreich drängt auf eine Verschärfung der Migrationspolitik und setzt dabei auf schnellere und systematischere Abschiebungen in Länder wie Syrien. Beim Münchner Sicherheitskonferenz führte Innenminister Gerhard Karner hochrangige Gespräche, um die internationale Zusammenarbeit bei Rückführungen und Grenzschutz zu stärken.
Ziel der Treffen war es, bisherige Ausnahmen zu einem Standardverfahren für die Behandlung abgelehnter Asylbewerber und irregulärer Migranten zu machen.
Karner nahm am 13. und 14. Februar 2026 an der Münchner Sicherheitskonferenz teil, wo er mit führenden europäischen und internationalen Vertretern zusammenkam. Im Mittelpunkt der Gespräche mit dem deutschen Innenminister Alexander Dobrindt, EU-Kommissar Magnus Brunner und dem niederländischen Migrationsminister David van Weel standen die Beschleunigung von Rückführungen sowie eine engere grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
In separaten Arbeitsgesprächen traf Karner mit dem irakischen Außenminister Fuad Hussein und dem syrischen Außenminister Asaad al-Schaibani zusammen. Dabei ging es um konkrete Schritte zur Rückführung von Migranten in ihre Herkunftsländer. Zudem sprach er mit dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Barham Ahmad Salih, über die Einrichtung von Rückführungszentren außerhalb Europas und die Erleichterung von Rückführungen nach Syrien.
Obwohl Österreich die Abschiebungen ausweiten will, gibt es seit 2023 keine offiziellen Abkommen mit dem Irak. Der neue Ansatz des Landes setzt auf hochrangige Abstimmungen und Partnerschaften, um Rückführungen effizienter und systematischer zu gestalten.
Die Konferenz markierte einen Schritt in Richtung einer engeren europäischen und internationalen Koordinierung in der Migrationspolitik. Zu Österreichs Vorschlägen gehören schnellere Abschiebungen und eine stärkere Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern. Diese Maßnahmen könnten in den kommenden Jahren die Bearbeitung abgelehnter Asylbewerber und irregulärer Migranten grundlegend verändern.






