27 March 2026, 04:17

Parkuhr-Betrug in Kempten: 1,9 Millionen Euro über Jahre gestohlen

Reihe von Parkautomaten entlang einer Straße mit einem Gebäude mit Glasfenstern und einer Rolllade mit Text sowie einem nahen Müllcontainer.

Parkuhr-Betrug in Kempten: 1,9 Millionen Euro über Jahre gestohlen

In Kempten (Bayern) läuft derzeit ein Prozess gegen zwei Angeklagte, die beschuldigt werden, fast 1,9 Millionen Euro aus städtischen Parkuhren gestohlen zu haben. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen ein 40-jähriger kommunaler Mitarbeiter und seine 38-jährige Ehefrau, die über fünf Jahre lang einen Betrugsring betrieben haben sollen, bevor sie Ende 2025 festgenommen wurden.

Der Mann, der bei der Stadt angestellt war, hatte die Parkuhren systematisch über ein Jahrzehnt hinweg geleert. Seine Machenschaften blieben bis November 2025 unentdeckt, als eine Bank verdächtige Transaktionen auf den Konten des Paares meldete. Die Ermittler deckten später Hunderte von Diebstählen auf, die sich von November 2020 bis November 2025 erstreckten.

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Seine Frau soll eine zentrale Rolle bei der Geldwäsche der gestohlenen Gelder gespielt haben. Sie zahlte Bargeld auf verschiedene Konten ein und tauschte einen Teil in Geschenkgutscheine um. Die Behörden nahmen beide Verdächtige kurz nach Aufdeckung des Betrugs fest; seitdem sitzen sie in Untersuchungshaft.

Als Reaktion auf den Skandal ließ die Stadt Kempten alle Schlösser der Parkuhren austauschen und übertrug die Wartungsaufgaben an ein externes Unternehmen. Die Staatsanwaltschaft fordert nun die vollständige Einziehung des illegal erwirtschafteten Geldes, während der Prozess weiterläuft.

Der Fall hat zu verschärften Sicherheitsvorkehrungen im Kemptener Parksystem geführt. Beide Angeklagten müssen sich weiterhin vor Gericht verantworten, wobei die Staatsanwaltschaft die Rückerstattung der gesamten Beutesumme anstrebt. Das Urteil wird entscheiden, ob das Paar wegen Untreue und Geldwäsche verurteilt wird.

Quelle