Parteiloser Sebastian Niedermaier gewinnt Bamberger Bürgermeister-Stichwahl klar
Ben SchmidtParteiloser Sebastian Niedermaier gewinnt Bamberger Bürgermeister-Stichwahl klar
Sebastian Niedermaier hat die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Bamberg mit klarer Mehrheit gewonnen. Der parteilose Kandidat sicherte sich 56,7 Prozent der Stimmen und besiegte damit seinen Konkurrenten Jonas Glüsenkamp von den Grünen. Die Wahlbeteiligung lag in der finalen Runde bei 56,0 Prozent.
Niedermaier, der in Bamberg eine Bio-Baumschule betreibt, zog 2014 erstmals in den Stadtrat ein. Ein amtierender Gegner fehlte bei dieser Wahl, da der bisherige Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) auf eine weitere Kandidatur verzichtete. Auch die ehemalige CSU-Landesministerin Melanie Huml scheiterte bereits in der ersten Runde des Wahlgangs.
Die Stichwahl folgte auf eine zersplitterte Erstwahl, bei der kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichte. Niedermaiers Sieg verschiebt das politische Kräfteverhältnis, doch der Stadtrat bleibt gespalten. Bei den Kommunalwahlen 2026 errangen CSU und Grüne jeweils 10 der 44 Sitze, während die SPD mindestens drei Mandate gewann – ein viertes hängt vom Bürgermeister-Wahlergebnis ab.
Niedermaier wird Bamberg nun als neuer Oberbürgermeister führen. Sein Sieg markiert einen Wechsel zur vorherigen SPD-geführten Verwaltung. Durch die Zusammensetzung des Stadtrats werden CSU und Grüne weiterhin erheblichen Einfluss auf lokale Entscheidungen ausüben.






