Paulaner kündigt Pachtvertrag: Münchner Kneipen-Wirt kämpft um LaOla
Ben SchmidtPaulaner kündigt Pachtvertrag: Münchner Kneipen-Wirt kämpft um LaOla
Die Paulaner Brauerei hat den Pachtvertrag mit der bekannten Münchner Kneipe LaOla gekündigt und lässt damit ihren Wirt, Burak Gök, um den Erhalt des Betriebs kämpfen. Die Brauerei begründet ihre Entscheidung mit mehreren Faktoren, darunter Kundenfeedback, und nicht allein mit den Bierabsatzzielen. Gök, der zugleich Vorsitzender des MSV Bajuwaren ist – des Hauptvereins in der zum Lokal gehörenden Sportanlage – bezeichnet den Schritt als zutiefst ungerecht.
Gök erhielt die Mitteilung, dass seine Bierverkäufe hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien, betont jedoch, alle finanziellen Verpflichtungen erfüllt zu haben. Er beglich sowohl die Vertragsstrafe für die Absatzlücke als auch die jährliche Pacht sowie den vereinbarten Umsatzanteil. Dennoch bestätigte die Paulaner Brauerei die Kündigung und verwies auf weitergehende Bedenken, die über reine Verkaufszahlen hinausgingen.
Die Stadt München erklärte, sich nur einzuschalten, falls ein klarer Verstoß gegen den ursprünglichen Pachtvertrag nachgewiesen werde. Unterdessen hat eine Online-Petition zur Unterstützung Göks bereits über 700 Unterschriften gesammelt – ein Zeichen für die lokale Solidarität in seinem Kampf um den Erhalt der Kneipe. Als neuer Pächter wurde unterdessen Patrick Biere benannt, der LaOla übernehmen soll. Gök jedoch gibt sich kämpferisch und will die Entscheidung anfechten; die Situation bezeichnet er als emotional zerstörerisch.
Die Zukunft von LaOla bleibt ungewiss: Während Gök seinen juristischen und öffentlichen Widerstand fortsetzt, hält die Paulaner Brauerei an ihrer Position fest, und die Stadt wartet auf Belege für mögliche Vertragsverstöße. Die Entscheidung wird zeigen, ob Gök sein Lokal behalten kann – oder ob Biere wie geplant die Führung übernimmt.