15 November 2025, 08:15

Plakatkampagne in Wuppertal zeigt nackte Brüste – und spaltet die Stadt

Ein Plakat mit Bildern von Frauen und begleitendem Text.

Plakatkampagne in Wuppertal zeigt nackte Brüste – und spaltet die Stadt

Ein Medienprojekt in Wuppertal sorgt mit einer Plakatkampagne für eine Filmreihe über Körper und Geschlechterrollen für Kontroversen. Die Motive, die nackte Brüste zeigen, stoßen sowohl auf Empörung als auch auf Zustimmung.

Das Wuppertaler Medienprojekt startete die Kampagne für "Boobs – Perspektiven auf Brüste", um offene Diskussionen über Körper und Geschlechterrollen an Schulen zu fördern. Die Plakate, die nüchtern und ohne Köpfe dargestellte Brüste zeigen, sollten jede Frau auf natürliche Weise und ohne Sexualisierung repräsentieren.

Doch die Motive wurden massenhaft abgerissen oder beschmiert – und lösten damit eine Debatte in der Stadt aus. Julian Rauen, ein 21-jähriger Student, der am Projekt beteiligt ist, findet die anonymen Hassmails noch besorgniserregender als die Sachbeschädigung. Er argumentiert, dass nackte Brüste nicht automatisch mit Sexualisierung oder Verfügbarkeit verbunden seien. Die aktuelle Diskussion sei prüde und konservativ.

Das Projekt betont, die Brüste seien bewusst natürlich und kopflos dargestellt worden, um jede Frau zu repräsentieren. Andreas von Hören, Leiter des Wuppertaler Medienprojekts, zeigt sich überrascht über die heftigen Reaktionen auf die Kampagne. Nach einer Beschwerde beim Deutschen Werberat wurde die Werbung als "zulässig" eingestuft – das Projekt setzte sich damit durch.

Die Plakataktion des Wuppertaler Medienprojekts zu "Boobs – Perspektiven auf Brüste" hat in der Stadt für Diskussionen und Aufregung gesorgt. Trotz der Kritik bleibt das Projekt bei seiner Haltung und setzt sich weiterhin für offene Debatten über Körper und Geschlechterrollen an Schulen ein.