05 January 2026, 16:39

Ploß will Sommerferien in Deutschland revolutionieren – mit gestaffelten Terminen

Eine Resort-Szene mit Stühlen, Tischen, Sonnenschirmen und einer Lampe im Vordergrund, Bäume und Gebäude in der Mitte, unter einem bewölkten Himmel.

Ploß will Sommerferien in Deutschland revolutionieren – mit gestaffelten Terminen

Bundestourismuskoordinator Ploß schlägt Reform der Sommerferien vor

Christoph Ploß, der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, hat eine grundlegende Änderung der Schulferienregelungen in Deutschland vorgeschlagen. Statt der bisherigen starren Ferientermine sollen die Bundesländer ihre Sommerferien künftig gestaffelt ansetzen. Ziel des Plans ist es, den Reiseandrang für Familien zu verringern und die touristische Nachfrage gleichmäßiger über die Saison zu verteilen.

Ploß regt ein Rotationsmodell an, bei dem in einigen Bundesländern die Ferien bereits im Juni beginnen, während sie in anderen erst im September enden. Damit würde das aktuelle System abgelöst, in dem traditionell Bayern als letztes Bundesland in die Sommerpause startet. Durch die Verteilung der Ferienwochen könnten Familien laut Ploß leichter und stressfreier Reisen buchen – ohne den üblichen Ansturm in den Hauptreisezeiten.

Gleichzeitig zielt der Vorschlag auf die hohen Saisonpreise ab, die in den beliebtesten Reisewochen oft explodieren. Eine gestaffelte Ferienregelung würde laut Ploß zu einer gleichmäßigeren Auslastung in Hotels, Restaurants und bei Attraktionen führen. Dies könnte auch die Akzeptanz der Einheimischen für den Tourismus verbessern, indem Überfüllung in Hotspots reduziert wird. Noch unklar sind jedoch konkrete Termine oder die Umsetzung – Ploß betont lediglich, dass die Interessen von Reisenden und Wirtschaft in Einklang gebracht werden müssen. Seine für den 1. bis 3. September 2025 geplante Sommertour durch touristische Schwerpunkte in West- und Süddeutschland steht zunächst unabhängig von der Reformdebatte.

Die vorgeschlagenen Änderungen würden einen Bruch mit der jahrzehntelangen Ferienstruktur in Deutschland bedeuten. Falls umgesetzt, könnte das neue System Reisegewohnheiten verändern, die Preisspitzen in der Hochsaison dämpfen und die Tourismuswirtschaft stabilisieren. Die endgültige Entscheidung liegt jedoch bei den einzelnen Bundesländern und ihren Bildungsbehörden.