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Drei Jungen stehen neben einem Schreibtisch mit zwei Computersystemen, einer spricht in ein Mikrofon, trägt ID-Karten mit roten Markierungen, vor einer Wand mit einer Werbetafel, auf der 'Russia Imagine 2013' steht.

Podcast: Die IT-Hits und -Flops von 2025

2025 bringt tiefgreifende Umbrüche in der IT- und KI-Landschaft Europas

Das Jahr 2025 hat in Europa grundlegende Verschiebungen in der IT- und KI-Branche mit sich gebracht. Wirtschaftliche Unsicherheiten und geopolitische Spannungen prägen unternehmerische Entscheidungen, während künstliche Intelligenz Arbeitskräfte und Cybersicherheit weiter umgestaltet. Einige Regionen setzen auf digitale Autonomie, andere sehen sich hingegen mit Kritik an teuren Software-Verträgen konfrontiert.

Die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt sind ambivalent: Zwar stiegen die Entlassungen zunächst stark an, doch viele Unternehmen ruderten später zurück, nachdem sie erkannten, dass Automatisierung an Grenzen stößt. Gleichzeitig ringen Regierungen und Unternehmen mit neuen Vorschriften, Cyberbedrohungen und dem Druck, auf Open-Source-Alternativen umzusteigen.

Weltweit verloren 2025 mindestens 200.000 Beschäftigte aufgrund von KI-bedingten Umstrukturierungen ihren Job. Die tatsächliche Zahl dürfte weit höher liegen, da Unternehmen Stellen strichen in der Annahme, Automatisierung könne die Lücken schließen. Doch viele dieser Entscheidungen wurden später revidiert, als sich zeigte, dass bestimmte Aufgaben weiterhin menschliche Expertise erfordern.

Deutschland verfolgt gegensätzliche Digitalstrategien Während Schleswig-Holstein ankündigte, proprietäre Software durch Open-Source-Lösungen zu ersetzen – eine Maßnahme, die jährlich über 15 Millionen Euro an Lizenzkosten sparen soll –, schloss Bayern einen Fünf-Jahres-Vertrag mit Microsoft 365 über fast eine Milliarde Euro ab. Dieser Deal stößt auf Kritik, da er die digitale Souveränität untergrabe.

Europa investiert massiv in KI-Infrastruktur, um die Abhängigkeit von ausländischer Technologie zu verringern. Das 11-Milliarden-Euro-Datenzentrumsprojekt von Schwarz IT ist eines mehrerer „Gigafabriken“, die die digitale Zukunft des Kontinents sichern sollen. Dennoch bleiben regulatorische Hürden bestehen: Die EU-Cybersicherheitsrichtlinie NIS2 sorgt für Verwirrung, da die Mitgliedstaaten die Vorgaben unterschiedlich auslegen und einige zentrale Bestimmungen abschwächen.

KI-getriebene Cyberangriffe überfordern die Abwehr Cyberkriminelle nutzen zunehmend KI, um Angriffe zu automatisieren – viele Unternehmen kommen mit der Bedrohungslage nicht mehr mit. Regulatorische Hindernisse und zögerliche Anpassungen erschweren es ihnen, sich gegen die sich ständig weiterentwickelnden Gefahren zu wappnen. Trotz des KI-Hypes konzentrieren sich viele IT-Chefs weiterhin auf Kernaufgaben wie Datenqualität und stabile IT-Prozesse.

Der Schweizer Telekommunikationsanbieter Mobilezone geht einen ungewöhnlichen Weg und behandelt KI-Agenten wie neue Teammitglieder. Diese Change-Management-Strategie spiegelt einen breiteren Trend wider: die Integration von KI in den Arbeitsalltag. Unterdessen prägt Martin Bayer, Chefredakteur von Computerwoche, CIO und CSO, mit dem Podcast TechTalk | Voice of Digital weiterhin die Debatte über digitale Transformation.

Zwiespältige Entwicklungen prägen die IT-Branche 2025 Die Branche ist geprägt von gegensätzlichen Trends: teure Software-Deals stehen neben Open-Source-Initiativen, Entlassungswellen werden von Wiedereinstellungen gefolgt, und ehrgeizige KI-Investitionen scheitern oft an regulatorischen Widerständen. Die Cybersicherheit bleibt eine der drängendsten Herausforderungen, da Angreifer KI schneller nutzen als die Verteidigung mithalten kann. Während Europa auf digitale Souveränität setzt, werden die kommenden Jahre vermutlich von Spannungen zwischen Innovation, Kostendruck und politischen Weichenstellungen geprägt sein.

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