Prinz Heinrich von Preußen: Der vergessene Kulturstifter von Rheinsberg feiert 300. Geburtstag
Elias BraunMehr als nur der kleine Bruder: Rheinsberg widmet sich Heinrich - Prinz Heinrich von Preußen: Der vergessene Kulturstifter von Rheinsberg feiert 300. Geburtstag
Vor 300 Jahren wurde Prinz Heinrich von Preußen geboren – der oft übersehene Bruder Friedrichs des Großen
Dieses Jahr jährt sich der Geburtstag von Prinz Heinrich von Preußen zum 300. Mal. Als jüngerer Bruder Friedrichs des Großen stand er oft im Schatten seines berühmten Bruders, doch prägte er Rheinsberg maßgeblich als lebendiges Kulturzentrum. Die Stadt ehrt nun sein Erbe mit einem besonderen Programm aus Musik und Theater.
Geboren 1726, verwandelte Prinz Heinrich Rheinsberg während seiner Zeit dort (1752–1802) in ein künstlerisches Zentrum. Sein Schloss entwickelte sich zu einem Treffpunkt für Musiker, Schriftsteller und Denker, der Kreativität und geistigen Austausch förderte. Zwar sind Details zu seinen konkreten Kulturprojekten nur spärlich überliefert, doch hinterließ sein Wirken bleibende Spuren in der Stadt.
Anlässlich des Jubiläums bringt das Musiktheater Rheinsberg zwei Werke auf die Bühne, die eng mit dem Prinzen verbunden sind: Der Barbier von Sevilla von Giovanni Paisiello und Raubeard (Originaltitel: Barbe-bleue) von André-Modeste Grétry. Die Aufführungen unterstreichen Heinrichs Beziehungen zu den Komponisten und ihrer Musik.
Die Feierlichkeiten werden voraussichtlich rund 8.000 Besucher allein ins Musiktheater locken. Die Veranstaltungen zeigen, wie Heinrichs Vision Rheinsberg bis heute als Ort künstlerischer Inspiration prägt.
Prinz Heinrichs Beitrag zum kulturellen Leben Rheinsbergs ist noch immer spürbar. Das Jubiläumsprogramm stellt sicher, dass seine Rolle in der Stadtgeschichte nicht nur als Fußnote im Schatten seines Bruders bleibt. Mit geplanten Aufführungen und Events erreicht sein Erbe in diesem Jahr ein neues Publikum.






