01 January 2026, 16:38

Privatinitiative rettet Fürther Schwimmkultur: Neue *Swimmerfirst Academy* öffnet bald

Ein Schwimmbad links, ein Gebäude in der Mitte und der Himmel oben.

Privatinitiative rettet Fürther Schwimmkultur: Neue *Swimmerfirst Academy* öffnet bald

Neue Schwimmhalle: Die Swimmerfirst Academy soll in Fürth die Pool-Not lindern

Nach Jahren der Schließungen öffentlicher Bäder im Landkreis Fürth steht die Eröffnung einer neuen Schwimmhalle bevor: die Swimmerfirst Academy. Hinter dem Projekt steht Ann Emmrich-Böhm, eine 45-jährige Schwimmlehrerin aus Seukendorf, die damit dem wachsenden Mangel an öffentlichen Schwimmmöglichkeiten entgegenwirken will. Die Anlage entsteht auf 1.000 Quadratmetern direkt neben der Sporthalle des SV Seukendorf und ist gut mit dem Bus erreichbar.

Der Bau kommt zu einer Zeit, in der bereits drei der vier öffentlichen Bäder im Landkreis geschlossen wurden. Emmrich-Böhms bestehende Schwimmschule Swimmerfirst unterrichtet derzeit rund 80 Kinder pro Woche – mit der neuen Halle könnte sich diese Zahl verdoppeln. Geplant sind ein 20 mal 8 Meter großes Hauptbecken mit einer Tiefe von bis zu 2 Metern sowie ein kleineres Warmwasser-Therapiebecken für Senioren, Babys und Menschen mit Behinderungen.

Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt: Die Schwimmhalle wird an eine Biogasanlage der NOVA Umwelttechnik GmbH in Horbach angeschlossen. Zudem sollen Photovoltaikmodule einen Teil des Strombedarfs decken. Die Finanzierung des Millionenprojekts stammt aus Emmrich-Böhms Eigenkapital, Bankkrediten und möglichen Fördermitteln; steuerlich berät sie die Fürther Kanzlei Hübner & Hübner. Auch das Landratsamt unter Bernd Obst zeigt Interesse – etwa für den Schulschwimmunterricht. Kooperationen gibt es bereits, etwa mit der Hebammenpraxis Wunderwerk Cadolzburg für Badezimmer Schwimmkurse. Emmrich-Böhm ist überzeugt, dass private Initiativen dort einspringen müssen, wo die öffentliche Hand versagt.

Die neue Schwimmhalle soll nicht nur Kindern Schwimmunterricht, Senioren Therapieangebote und der Bevölkerung offenen Zugang bieten, sondern durch ihr energieeffizientes Konzept und geplante Partnerschaften auch nachhaltig genutzt werden. Gelingt das Vorhaben, könnte die Swimmerfirst Academy zum Vorbild für privat betriebene Sportinfrastruktur in der Region werden.