09 November 2025, 06:15

Radikaler Sozialumbau: Bürgergeld wird 2025 durch harte Grundsicherung ersetzt

Ein Baby unter einer Babywiege mit einem Warnaufkleber auf der linken Seite der Wiege.

Radikaler Sozialumbau: Bürgergeld wird 2025 durch harte Grundsicherung ersetzt

Deutschlands Sozialsystem steht vor einem radikalen Umbau. Das aktuelle Bürgergeld, das 2023 eingeführt wurde, soll abgeschafft werden. An seine Stelle tritt das neue „Grundsicherung für Arbeitssuchende“, das den Grundsatz „Fördern und Fordern“ wieder stärker in den Vordergrund rücken soll.

Die von CDU, CSU und SPD vereinbarte Reform soll 2025 in Kraft treten. Sie bewegt sich an der Grenze der verfassungsrechtlichen Zulässigkeit, da sie Kürzungen von bis zu 30 Prozent vorsieht. Einzelpersonen erhalten derzeit 563 Euro monatlich – eine Kürzung um 30 Prozent würde ihnen nur noch 394 Euro lassen, ein Verlust von 169 Euro im Monat.

Die Regeln werden deutlich verschärft: Wer einen ersten Termin bei der Arbeitsagentur versäumt, erhält eine erneute Vorladung. Bei einem zweiten Fehltermin wird die Leistung sofort um 30 Prozent gekürzt. Auch bei anderen Verstößen – etwa der Ablehnung eines Jobangebots oder mangelnder Eigeninitiative bei der Stellensuche – droht eine sofortige Kürzung um 30 Prozent. Nach einem dritten versäumten Termin entfallen die Zahlungen vollständig, einschließlich der Wohnkostenübernahme.

Die neue „Grundsicherung für Arbeitssuchende“ soll den aktuellen sozialen und arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen gerecht werden. Sie führt strengere Auflagen und sofortige Sanktionen bei Pflichtverstößen ein. Die Reform tritt 2025 in Kraft und markiert damit einen tiefgreifenden Wandel im deutschen Sozialsystem.