Regensburger Gymnasium reformiert Nachmittagsbetreuung wegen Lehrkräftemangel
Elias BraunRegensburger Gymnasium reformiert Nachmittagsbetreuung wegen Lehrkräftemangel
Regensburgs Von-Müller-Gymnasium (VMG) stellt sein Nachmittagsbetreuungssystem um
Die Veränderung erfolgt im Zuge knapper werdender Haushaltsmittel und eines Lehrkräftemangels in der Stadt. Künftig sollen Schülerinnen und Schüler flexibler entscheiden können, ob sie an den Nachmittagsangeboten teilnehmen.
Da Regensburg auf das G9-System umstellt, das die Schulzeit am Gymnasium um ein Jahr verlängert, und angesichts der Personalknappheit musste die Nachmittagsbetreuung am VMG neu gedacht werden. Bisher war die Teilnahme für alle Schüler verpflichtend – ab dem kommenden Schuljahr wird sie freiwillig.
Nach dem neuen Modell der Offenen Ganztagsschule (OGTS) müssen sich angemeldete Kinder für mindestens zwei Nachmittage pro Woche bis 16 Uhr verbindlich anmelden. Die Betreuung selbst bleibt kostenfrei, doch ein privater Träger soll die bisher schuleigene Organisation ablösen. Lehrkräfte, die bisher in der Nachmittagsbetreuung mitwirkten, konzentrieren sich künftig ausschließlich auf den regulären Unterricht.
Über die geplanten Änderungen berät der Bildungsausschuss der Stadt Regensburg Ende Februar. Trotz der Umstellungen bleibt das besondere Profil des VMG – etwa mit seinen Musikprogrammen und der Schülzeitung – erhalten.
Ziel der Reform ist es, die belasteten städtischen Ressourcen zu entlasten, ohne auf eine kostenfreie Nachmittagsbetreuung zu verzichten. Die bisherige Pflicht zur Teilnahme entfällt, sodass Familien mehr Wahlmöglichkeiten haben. Das neue System soll mit dem nächsten Schuljahr starten.






