01 February 2026, 00:26

Ricarda Lang attackiert Markus Söder bei Karnevalsveranstaltung mit scharfem Spott

Ein Plakat, das ein Bierfest in Deutschland ankündigt und eine Gruppe von Menschen zeigt, von denen einige Biergläser halten, sowie ein Fass im Hintergrund und deutschen Text unten.

Ricarda Lang macht Witz über Söder: "Nürnberger Würstchen" - Ricarda Lang attackiert Markus Söder bei Karnevalsveranstaltung mit scharfem Spott

Aachener Karnevalsveranstaltung wird zur Bühne für politische Sticheleien

Diese Woche entwickelte sich eine Karnevalsveranstaltung in Aachen zur Plattform für politische Spitzen. Ricarda Lang, ehemalige Co-Vorsitzende der Grünen, nutzte ihre Rede, um Markus Söder, den Vorsitzenden der CSU, mit beißendem Spott zu bedenken. Die Witze kamen Monate nach einer umstrittenen Äußerung Söders über Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) bei einem Parteitag.

Die eigentlich heitere Preisverleihung des "Ordens gegen tödlichen Ernst" nahm durch Langs scharfen Humor eine scharfkantige Wendung.

Lang griff Söder direkt an und bezeichnete ihn als "Nürnberger Rostbratwurst mit Troll-Lizenz" sowie als "fränkischen Fleisch-Sommelier" mit Napoleon-Komplex. Ihre Pointen bezogen sich offensichtlich auf Söders frühere Bemerkung über Bär, die von vielen als herabwürdigend empfunden worden war.

Auslöser des Streits war eine Äußerung Söders im Dezember 2023, die auf einem CSU-Parteitag für Kritik gesorgt hatte. Bär, die bei derselben Karnevalsveranstaltung später als "Ritter des Ordens" geehrt wurde, relativierte die Aufregung. Sie betonte, Söder habe die Aussage nicht so gemeint, wie sie aufgefasst worden sei, und bestätigte, er habe sich mehrfach entschuldigt.

Trotz der öffentlichen Wortgefechte blieb Bärs Reaktion gelassen. Sie nahm die Entschuldigung an und vermied eine weitere Zuspitzung des Konflikts – selbst als Langs Witze die Debatte wiederbelebten.

Die Karnevalstradition der satirischen Auszeichnungen brachte einmal mehr politische Spannungen ans Licht. Langs Rede sorgte dafür, dass Söders umstrittene Bemerkung im Fokus blieb, doch Bärs souveräne Haltung deutete darauf hin, dass der Vorfall keine dauerhaften Folgen haben wird. Die Veranstaltung ließ die öffentliche Diskussion ungelöst zurück, unterstrich aber die anhaltenden Reibereien zwischen den Parteigrößen.