15 April 2026, 22:14

Russischer Öltanker Eventin nach Notfall in der Ostsee beschlagnahmt

Gruppe von Schiffen auf dem Wasser mit einem bewölkten Himmel, mit Text und einem Logo über NATO-Marineoperationen in der Ostsee.

Russischer Öltanker Eventin nach Notfall in der Ostsee beschlagnahmt

Ein russischer Öltanker mit fast 100.000 Tonnen Rohöl an Bord verlor Anfang dieses Jahres in der Ostsee die Antriebsleistung. Das unter dem Namen Eventin fahrende Schiff wurde im April von deutschen Zollbehörden beschlagnahmt, nachdem es unkontrolliert getrieben war. Die Behörden haben es inzwischen zu einem sicheren Ankerplatz in der Nähe von Rügen verlegt, um das Risiko einer Ölkatastrophe zu verringern.

Die Eventin war auf dem Weg vom russischen Ust-Luga zum ägyptischen Port Said, als ein Systemausfall das Schiff manövrierunfähig machte. Angesichts der großen Ölladung griffen deutsche Behörden ein, um eine mögliche Umweltkatastrophe zu verhindern. Der Ankerplatz Nordperd wurde als sicherster Ort ausgewählt, um das Schiff zu sichern.

Der deutsche Zoll übernahm im April die Kontrolle über den Tanker und bestätigte die Beschlagnahmung über das Bundesfinanzministerium. Das Schiff gehört zur sogenannten russischen "Schattenflotte", die unter EU-Sanktionen operiert. Gegen die Beschlagnahmung wurde inzwischen rechtlich vorgegangen, doch die hinter dem Widerspruch stehende Partei bleibt unbekannt.

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Die Bergungsaktion der Eventin zeigte die Schwierigkeiten auf, die mit der Regulierung von Schiffen in Verbindung mit sanktionierten Staaten einhergehen. Die Gewährleistung der maritimen Sicherheit bei gleichzeitiger Bewältigung der Umweltgefahren erwies sich in diesem Fall als komplex.

Der Tanker liegt nun an einem gesicherten Ankerplatz vor Rügen, wodurch die akute Gefahr einer Ölverschmutzung gebannt ist. Die deutschen Behörden beobachten die Lage weiterhin, während die juristischen Verfahren laufen. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Durchsetzung von Sanktionen und dem Schutz des Ökosystems der Ostsee.

Quelle