16 April 2026, 04:14

Santiago Segura löst mit politischen Aussagen im Podcast La Script Shitstorm aus

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Santiago Segura löst mit politischen Aussagen im Podcast La Script Shitstorm aus

Schauspieler und Regisseur Santiago Segura hat nach der Äußerung polarisierender politischer Ansichten im Podcast La Script heftige Kritik geerntet. Seine Aussagen zu Richtern, Geschlechtergesetzen und Hausbesetzerrechten verbreiteten sich rasant im Netz und lösten hitzige Debatten aus.

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In sozialen Medien wurde Seguras Haltung scharf verurteilt – einige Nutzer bezeichneten ihn als Faschisten, was er vehement zurückwies. Besondere Aufmerksamkeit erregten seine Kommentare zum spanischen Justizsystem. Segura betonte, nicht alle Richter verträten rechtsextreme Positionen, und wehrte sich damit gegen pauschale Vorwürfe. Kritiker hinterfragten jedoch, woher die "faschistische" Etikettierung überhaupt stamme, und stellten seine Verteidigung der Justiz infrage.

Ebenso kontrovers fielen seine Äußerungen zum "Nur ein Ja heißt Ja"-Gesetz zur sexuellen Einwilligung aus. Zwar lehnte er das Gesetz nicht grundsätzlich ab, doch seine ambivalente Haltung heizte die Diskussion weiter an. Ausschnitte des Interviews gingen auf TikTok und X viral und verstärkten die öffentliche Debatte.

Der Schauspieler äußerte sich auch zur spanischen Transgender-Gesetzgebung. Einerseits unterstützte er die Schauspielerin Bibiana Fernández in ihrer Identität als Frau, kritisierte aber gleichzeitig bestimmte Aspekte des Gesetzes. Zudem behauptete er, Wähler der rechtspopulistischen Partei Vox fühlten sich durch die linke Rhetorik ausgegrenzt.

Zum Thema Wohnungsbesetzungen vertrat Segura die Meinung, dass sich die Regierung – und nicht Privatpersonen – mit Hausbesetzern auseinandersetzen solle. Auch diese Position spaltete die Meinungen seiner Zuhörer weiter.

Segura, der sich selbst als linksliberal beschreibt, sieht sich nun mit einer Welle der Kritik an seinen politischen Aussagen konfrontiert. Die virale Verbreitung der Interview-Ausschnitte hat die öffentliche Diskussion über richterliche Unabhängigkeit, Geschlechtergesetze und Wohnungspolitik weiter angeheizt. Viele fragen sich nun, wo seine Positionen im spanischen Parteienspektrum tatsächlich einzuordnen sind.

Quelle