22 December 2025, 12:28

Schaeffler stärkt den Einstieg in die Verteidigung

Ein Marienkäfer ist zentral im Bild positioniert.

Schaeffler stärkt den Einstieg in die Verteidigung - Schaeffler stärkt den Einstieg in die Verteidigung

Schaeffler baut Engagement im Verteidigungsgeschäft aus

Schaeffler baut Engagement im Verteidigungsgeschäft aus

Schaeffler baut Engagement im Verteidigungsgeschäft aus

  1. Dezember 2025, 11:03 Uhr

Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler dringt in neue Märkte vor und will sein Verteidigungsgeschäft ausbauen sowie in humanoide Robotik investieren. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Umsätze im Rüstungsbereich innerhalb von fünf Jahren auf eine Milliarde Euro steigen könnten – aktuell liegen sie bei rund 100 Millionen Euro. Gleichzeitig sorgen Stellenstreichungen in Europa für Diskussionen über die künftige Ausrichtung des Konzerns.

Im November 2024 hatte Schaeffler angekündigt, in Europa 4.700 Arbeitsplätze abzubauen, davon 2.800 in Deutschland. Der Vorstandsvorsitzende schloss weitere Entlassungen nicht aus, betonte jedoch, dass die Sparten Automobil und Industrie auch künftig die wichtigsten Umsatzträger bleiben würden. Bis 2035 sollen neue Geschäftsbereiche – darunter die Rüstung – rund zehn Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen.

Der Ausbau des Verteidigungsgeschäfts ist dabei kein bloßer Ableger der Automobilaktivitäten, sondern eine gezielte strategische Weichenstellung. Zwar will das Unternehmen bestehende Technologien nutzen, doch der Vorstoß in die Rüstungsbranche erfolgt unabhängig vom Kerngeschäft. Diese Entwicklung spiegelt einen branchenweiten Trend wider: So hatte Rheinmetall erst am 17. Dezember 2025 den Verkauf seiner zivilen Sparte Power Systems bekannt gegeben, um sich voll auf das Verteidigungsgeschäft zu konzentrieren.

Neben der Rüstung setzt Schaeffler auch auf humanoide Robotik. Eine Partnerschaft mit dem Start-up Nuera Robotics unterstreicht das Engagement in diesem Bereich – Experten prognostizieren hier ein Milliardenpotenzial. Die Diversifizierung des Konzerns zeigt, dass man über die traditionelle Fertigung hinaus langfristig wachsen will.

Die Verteidigungsdivision von Schaeffler soll in den kommenden Jahren stark expandieren und innerhalb von fünf Jahren eine Milliarde Euro Umsatz erzielen. Mit dem Fokus auf Robotik und der strategischen Neuausrichtung steuert das Unternehmen zielstrebig in Richtung zukunftsträchtiger Märkte. Dennoch werden die Automobil- und Industriesparten auf absehbare Zeit die Hauptumsatzquellen bleiben.