Schaeffler vor Umbruch: Vorstandswechsel und Werksschließung bis 2026
Johanna MüllerSchaeffler vor Umbruch: Vorstandswechsel und Werksschließung bis 2026
Schaeffler steht vor tiefgreifenden Veränderungen: Langjähriges Vorstandsmitglied Andreas Schick verlässt das Unternehmen
Die Schaeffler AG steht vor weitreichenden Umbrüchen, da Andreas Schick, ein seit Jahrzehnten tätiges Vorstandsmitglied, das Unternehmen verlassen wird. Sein Abschied fällt zusammen mit finanziellen Herausforderungen und Plänen zur Schließung eines wichtigen Produktionsstandorts bis Ende 2026. Gleichzeitig hat der Konzern eine neue Partnerschaft zur Entwicklung innovativer Sporttechnologien bekannt gegeben.
Andreas Schick, zuständig für Produktion, Lieferkettenmanagement und Einkauf, wird sein Amt zum 31. März 2026 niederlegen. Nach einem Studium des Fahrzeugbaus in München war er über 30 Jahre für Schaeffler tätig. Der Aufsichtsrat bedauerte seine Entscheidung, den Vertrag nicht zu verlängern, doch ein Nachfolger steht bisher noch nicht fest.
Zudem verzeichnete das Unternehmen im ersten Halbjahr 2025 einen Rückgang bei Umsatz und Gewinnen. Dies folgt auf die Ankündigung, das Werk Steinhagen in Schweinfurt bis Ende 2026 zu schließen – ein Schritt, der rund 590 Arbeitsplätze betrifft.
Trotz dieser Schwierigkeiten expandiert Schaeffler in neue Bereiche. Ab der Saison 2025/26 arbeitet das Unternehmen mit dem Deutschen Skiverband zusammen, um Spitzentechnologien für den alpinen Skisport zu entwickeln. Dazu zählen intelligente Gleitlösungen, sensorgestützte Datenanalysen und KI-basierte Trainingsoptimierung. Erste Tests laufen bereits mit Top-Athleten wie Lena Dürr und Alexander Schmid; zudem wird an reibungsarmen Materialien geforscht.
Die Zukunft von Schaeffler ist geprägt von Umstrukturierung und Innovation. Die Schließung des Standorts Steinhagen und Schicks Abgang markieren eine Phase des Wandels, während die Kooperation im Skibereich den Einstieg in die Hochleistungssporttechnik unterstreicht. Wer Schick im Vorstand nachfolgen wird, steht noch nicht fest.