Schlager-Streit eskaliert: Blanco wirft Branche „kleine Mafia“ vor – Silbereisen kontert

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Eine Menschenmenge, die lachend vor einer Bühne posiert, mit einer Wandtafel mit Text, einem Tischventilator rechts, einem Podium links und einem Projektor oben.

Schlager-Streit eskaliert: Blanco wirft Branche „kleine Mafia“ vor – Silbereisen kontert

Die deutsche Schlagerszene steht wegen ihrer Gästelisten und Honorarstrukturen erneut in der Kritik. Der Veteran Roberto Blanco, 88, bezeichnete die Branche kürzlich als "kleine Mafia", in der immer dieselben Gesichter auftauchen. Unterdessen verteidigte Florian Silbereisen, 44, seine erfolgreichen Schlager-Boom-Shows und betonte, sie böten Nachwuchskünstlern eine Plattform.

Die Diskussion entzündet sich vor dem Silvester-Schlagerboom 2025 in München, der am 31. Dezember stattfinden soll. Die Tickets für die Veranstaltung waren innerhalb weniger Minuten ausverkauft – über 10.000 Sitz- und Stehplätze gingen an begeisterte Fans.

Blancos Äußerungen richteten sich gegen die ständige Wiederholung derselben Künstler in der Schlagerszene und gegen das, was er als ungerechte Bezahlungspraktiken ansieht. Er wirft etablierten Namen vor, die Szene zu dominieren und Neulingen kaum Chancen zu lassen. Seine Kritik reiht sich ein in jahrelange ähnliche Vorwürfe anderer Künstler, darunter Francine Jordi, 48, die seit Jahren nicht mehr in Silbereisens Shows aufgetreten ist. Sie deutete an, entweder nicht eingeladen worden zu sein oder dass die Gästeliste bereits voll gewesen sei.

Silbereisen wies die Vorwürfe zurück und beharrte darauf, dass seine Shows Karrieren gefördert hätten. Als Beispiele nannte er Stars wie Semino Rossi, Helene Fischer, Voxxclub und Ben Zucker, die durch seine Plattform bekannt geworden seien. Doch die Besetzung seines Silvesterprogramms – mit Roland Kaiser, 73, Maite Kelly, Unheilig und anderen langjährigen Favoriten – hat die Debatte neu entfacht. Die Schlager-Boom-Reihe, bekannt für ihre mitreißenden Auftritte, will das Genre durch eine Mischung aus Publikumseinbindung und Staraufgebot neu erfinden. Frühere Shows brachten Künstler wie Ross Antony, Giovanni Zarrella und Eloy de Jong ins Rampenlicht, die durch Silbereisens Format größere Bekanntheit erlangten. Trotz der sofortigen Ausverkäufe scheinen die Fans von der Kontroverse unbeeindruckt. In diesem Jahr werden zudem Howard Carpendale, Andy Borg, Stefan Mross, DJ Ötzi und Samantha Fox auftreten. Silbereisen argumentiert, dass die Kombination aus alten und neuen Acts das Genre am Leben halte – doch Kritiker fragen, ob die Szene nicht zu sehr in sich geschlossen sei.

Der Silvester-Schlagerboom 2025 wird wie geplant mit einer ausverkauften Arena und einem Line-up aus Schlagergrößen über die Bühne gehen. Silbereisens Verteidigung seiner Gästewahl steht im Kontrast zu der anhaltenden Kritik von Branchenveteranen wie Blanco. Der rasche Ticketverkauf spricht zwar für eine starke Fanunterstützung, doch die Diskussion über Fairness und Vielfalt in der Szene wird voraussichtlich nicht verstummen.

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