12 November 2025, 00:12

Schmiedemeisterin kämpft gegen Sticker-Flut am Zugspitzkreuz

Eine Gruppe von Menschen, die hinter Absperrungen stehen und Fahnen, Plakate und Banner halten.

Schmiedemeisterin kämpft gegen Sticker-Flut am Zugspitzkreuz

Schmiedemeisterin Andrea Würzinger ist derzeit mit einer mühevollen Aufgabe auf dem Gipfel des höchsten Berges Deutschlands beschäftigt: der Zugspitze. Akribisch entfernt sie Schicht für Schicht Aufkleber vom berühmten goldenen Gipfelkreuz – eine Arbeit, die voraussichtlich mindestens zwei Wochen dauern wird. Dieses jährliche Ritual ist notwendig geworden, weil immer mehr Touristen ihre Spuren an dem historischen Symbol hinterlassen.

Das Gipfelkreuz, das 1993 von Andreas Vater Franz Würzinger errichtet wurde, ist längst zu einer beliebten Attraktion für Besucher geworden. Doch die wachsende Zahl der zurückgelassenen Aufkleber hat den Restaurierungsaufwand deutlich erhöht. Während 2008 erst drei Sticker zu finden waren, hatte sich ihre Zahl bis 2017 auf Hunderte vervielfacht. Um den Wunsch der Touristen nach einem Andenken zu erfüllen, ohne das Original zu beschädigen, hat die Bayerische Zugspitzbahn am Bergbahnhof ein kleineres Replikat des Kreuzes aufgestellt, an dem Besucher ihre Notizen hinterlassen können.

Die Arbeit ist aufwendig: Allein das Entfernen der dicken Aufkleberschichten wird eine Woche in Anspruch nehmen. Anschließend folgt eine weitere Woche für die erneute Vergoldung der Oberfläche, um dem Kreuz seinen ursprünglichen Glanz zurückzugeben.

Mit ihrer Hingabe sorgt Andrea Würzinger für den Erhalt dieses historischen Symbols. Ihre Arbeit bewahrt die Würde des Gipfelkreuzes und ermöglicht es ihm, trotz der steigenden Besucherzahlen weiterhin als weithin sichtbares Zeichen auf dem höchsten Berg Deutschlands zu thronen.