Schneechos in München: Hunderte Passagiere stecken stundenlang in Flugzeugen fest
Ben SchmidtVerpflichtender Übernachtungsaufenthalt im Flugzeug - Kritik von der Feuerwehr - Schneechos in München: Hunderte Passagiere stecken stundenlang in Flugzeugen fest
Schneesturm in München: Hunderte Passagiere sitzen stundenlang in Flugzeugen fest
Ein heftiger Schneesturm in München hat Hunderte Passagiere dazu gezwungen, die Nacht in ihren Flugzeugen zu verbringen. Sechs Flüge mit rund 600 Menschen an Bord konnten wegen des extremen Schneefalls nicht starten. Die massiven Behinderungen traten zwischen dem 19. und 20. Februar 2026 auf, als nasser, schwerer Schnee den Flughafen lahmlegte.
Der Sturm führte zu langen Verzögerungen bei der Enteisung der Flugzeuge und zwang die Flughafenbetreiber, die Startbahnen zeitweise für Räumarbeiten zu schließen. Da die Frist für Nachtflüge um 1 Uhr näher rückte, verpassten sechs Maschinen ihre Startfenster. Die Passagiere blieben an Bord und erhielten zwar Grundversorgung, doch die Möglichkeiten, die Flugzeuge zu verlassen, waren begrenzt.
Shuttlebusse zu den Terminals fuhren nur sporadisch, und Ersatzunterkünfte wurden nicht organisiert. Trotz des Chaos wurde die Flughafenfeuerwehr – die mit Treppenfahrzeugen und Transportmitteln ausgestattet ist – nie zur Unterstützung angefordert. Siegfried Maier, Vorsitzender der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft, kritisierte diese Entscheidung im Nachhinein scharf. Seiner Meinung nach hätten die Feuerwehrkräfte dabei helfen können, die Passagiere sicher aus den Maschinen zu bringen.
Mittlerweile haben der Flughafen München und die Lufthansa eine gemeinsame Pressekonferenz anberaumt. Dort sollen die Verantwortlichen die Vorfälle aufarbeiten und Maßnahmen vorstellen, um ähnliche Zwischenfälle künftig zu vermeiden. Maier forderte die Behörden bereits auf, aus der Situation zu lernen, um solche Versäumnisse nicht zu wiederholen.
Die gestrandeten Passagiere verbrachten stundenlang in den am Boden festgehaltenen Flugzeugen, bevor sich die Lage entspannte. Vertreter des Flughafens und der Airline werden sich bald an die Öffentlichkeit wenden, um die Ursachen für das Debakel zu erklären. Möglicherweise werden auch die Notfallprotokolle überarbeitet – insbesondere was den Einsatz der Feuerwehr bei extremen Wetterbedingungen angeht.






