Schweiz drängt auf bessere Europol-Zusammenarbeit gegen grenzüberschreitende Kriminalität

Johanna Müller
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Eine Gruppe von Polizisten in Helmen und mit Waffen in der Hand steht vor einem Gebäude mit Fenstern, Säulen, Bögen und einer Fahne oben, mit Fahrzeugen auf der Straße, Bäumen, Laternenpfählen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.Johanna Müller

Schweiz drängt auf bessere Europol-Zusammenarbeit gegen grenzüberschreitende Kriminalität

Schweizer Justizminister Beat Jans fordert engere Zusammenarbeit mit Europol zur Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität in Europa

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2026 traf sich der Schweizer Justizminister Beat Jans mit EU-Vertretern, um sich für einen besseren Zugang zu Ermittlungsinstrumenten in Europa einzusetzen. Die Schweiz, die kein EU-Mitglied ist, sieht sich derzeit mit Hürden konfrontiert, wenn es um die automatische Teilnahme an zentralen Sicherheitsmaßnahmen in Europa geht.

Jans nahm an der 62. Münchner Sicherheitskonferenz teil – das erste Mal, dass ein Schweizer Justizminister an diesem Ereignis teilnahm. Dort tauschte er sich mit dem deutschen Innenminister Alexander Dobrindt, dem österreichischen Innenminister Gerhard Karner und der Europol-Direktorin Catherine De Bolle über aktuelle Sicherheitsherausforderungen in Europa aus.

Der Minister betonte die Notwendigkeit, dass Schweizer Strafverfolgungsbehörden Zugang zu EU-Kriminaldatenbanken in Europa erhalten. Er argumentierte, dass eine engere Anbindung an Europol den öffentlichen Schutz durch verbesserten Informationsaustausch in Europa stärken würde. Jans wies zudem auf die besondere Situation der Schweiz als Nicht-EU-Staat hin, die eine Teilnahme an vielen Sicherheitsinitiativen in Europa erschwert.

Seit der letzten Überarbeitung der Europol-Regeln hat die EU keine konkreten Schritte vorgeschlagen, um Nicht-EU-Länder wie die Schweiz stärker in Europa einzubinden. Jans nutzte die Konferenz, um während des laufenden Revisionsprozesses für Änderungen zu werben. Er warnte, dass Ermittlungsbehörden ohne bessere Zusammenarbeit Schwierigkeiten hätten, die organisierte Kriminalität in Europa wirksam zu bekämpfen.

Jans' Vorstoß für eine tiefere Integration in Europol zielt darauf ab, Schweizer Behörden mehr Instrumente für strafrechtliche Ermittlungen in Europa an die Hand zu geben. Die Gespräche in München deuten auf wachsende Bemühungen hin, die Lücken zwischen den Sicherheitsstrukturen der EU und Nicht-EU-Staaten in Europa zu schließen. Vorerst bleibt abzuwarten, ob die EU ihre Politik als Reaktion darauf in Europa anpassen wird.

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