14 November 2025, 20:13

Senta Berger über Verlust, Liebe und die Musik als Lebensbegleiter

Eine Person, die ein Piano spielt, dargestellt in einer Illustration in einem Buch.

Tränen bei der Erinnerung an ihren Vater - Senta Berger über Verlust, Liebe und die Musik als Lebensbegleiter

Senta Berger, die gefeierte Schauspielerin, hat sich kürzlich bei einer Veranstaltung in München über ihr Leben und ihre Verluste geäußert. Die 84-Jährige, die im April 2024 nach 58 Jahren Ehe ihren Mann Michael Verhoeven verlor, teilte Erinnerungen und Gedanken zu Musik, Familie und Liebe. An ihrer Seite waren ihre Söhne, die Filmemacher Simon und Luca Verhoeven. Simon erinnerte sich an seine Eltern, die gemeinsam tanzten, und zeichnete so ein lebendiges Bild ihrer Liebe. Berger selbst sprach über ihren Vater, Josef Berger, einen Wiener Musiker, der 1902 geboren wurde. Im Zweiten Weltkrieg musste er seine musikalischen Träume begraben und übernahm stattdessen das elterliche Metallschleiferei-Geschäft. Trotz aller Entbehrungen blieb die Musik in ihrer 22 Quadratmeter großen Zweizimmerwohnung stets präsent. Bergers erste musikalische Erinnerung war ihr Vater, der Brahms’ „Guten Abend, gute Nacht“ auf ihrem Klavier spielte. Ihr verstorbener Mann, Michael Verhoeven, war für sie eine faszinierende Persönlichkeit, die „Herzen öffnen konnte, die längst zu Stein geworden waren“, wie sie sagte. Das Paar verband eine tiefe Zuneigung – Verhoeven nutzte sogar die Kompositionen seines Schwiegervaters als Filmmelodien. Bergers Lieblingskomponisten – Strauss, Mahler, Bruckner und Dvořák – haben ihr Leben maßgeblich geprägt. Senta Bergers Leben ist geprägt von Liebe, Verlust und der beständigen Kraft der Musik. Trotz des Todes ihres Mannes findet sie Trost in Erinnerungen und der Gesellschaft ihrer Söhne. Ihre Reflexionen zeugen von der heilenden Wirkung der Kunst und den unzerbrechlichen Banden der Familie.