Sepp Maier fordert Uli Hoeneß zum Rückzug aus FC-Bayern-Angelegenheiten auf
Johanna MüllerSepp Maier fordert Uli Hoeneß zum Rückzug aus FC-Bayern-Angelegenheiten auf
Sepp Maier, die Legende im Tor des FC Bayern München, hat Uli Hoeneß öffentlich dazu aufgefordert, sich aus den Angelegenheiten des Vereins zurückzuziehen. Diese Empfehlung äußerte er bei einer jüngeren Veranstaltung in Nesselwang, wo Maier infrage stellte, ob Hoeneß' anhaltendes Engagement noch in dessen eigenem Interesse liege.
Maier und Hoeneß verbindet eine lange gemeinsame Geschichte. Beide gehörten zur westdeutschen Weltmeistermannschaft von 1974 und prägten in den 1970er-Jahren mit dem FC Bayern den europäischen Fußball. Ihre Partnerschaft – auf und neben dem Platz – dauert bereits seit Jahrzehnten an.
Hoeneß leitete den FC Bayern offiziell fast acht Jahre lang als Präsident oder Vorstandsmitglied, zunächst von 2009 bis 2014 und erneut von 2016 bis November 2019. Nach seinem Rücktritt übernahm er das Amt des Ehrenpräsidenten. Doch laut Maier übt er weiterhin Einfluss hinter den Kulissen aus.
Bei der Veranstaltung wandte sich Maier direkt an Hoeneß: "Uli, wenn ich dir einen Rat geben darf: Hör auf." Seine Äußerungen deuten auf Bedenken hin, dass Hoeneß sich weiterhin in Vereinsangelegenheiten einmischt. Maier präzisierte jedoch nicht, ob dieses Einwirken dem FC Bayern oder Hoeneß selbst schadet.
Die Worte Maiers, eines engen Freundes und ehemaligen Mannschaftskollegen, haben Gewicht. Nun steht Hoeneß' künftige Rolle beim FC Bayern erneut zur Diskussion. Ob er den Rat befolgen wird, bleibt abzuwarten.