13 April 2026, 10:15

Sicherheitskräfte für ein sieben Zentimeter zu niedriges Schulgeländer in Frankfurt

Treppe mit Metallgeländer.

Sicherheitskräfte für ein sieben Zentimeter zu niedriges Schulgeländer in Frankfurt

Ein 100 Jahre altes Geländer in einer Frankfurter Schule löst überraschende Sicherheitsmaßnahmen aus

Ein handgeschmiedetes Treppengeländer in einer Frankfurter Schule, das lediglich sieben Zentimeter unter der vorgeschriebenen Mindesthöhe von 1,10 Metern liegt, hat zu einem ungewöhnlichen Großeinsatz geführt: Die Behörden stationierten zwölf Sicherheitskräfte im Treppenhaus. Die Maßnahme sorgt bei Lehrkräften und Mitarbeitern für Verwunderung – und wirft Fragen nach Kosten und Verhältnismäßigkeit auf.

Der Vorfall kam ans Licht, nachdem eine Überprüfung ergab, dass das Geländer nicht den Muster-Richtlinien für Schulbauten von 2009 entspricht. Obwohl es in über hundert Jahren nie zu Unfällen gekommen war, reagierten die Verantwortlichen umgehend. Seit Montag überwachen die Sicherheitskräfte rund um die Uhr den Bereich – mit wöchentlichen Kosten von 13.700 Euro.

Die kommissarische Schulleiterin Solmaz Heidlindemann zeigte sich überrascht von der Entscheidung und verwies auf günstigere Alternativen, etwa eine technische Nachrüstung des Geländers. Die Wachen bleiben voraussichtlich zwei bis vier Wochen im Einsatz, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist. Selbst in den Osterferien werden sie präsent sein, wenn auch zu reduzierten Kosten von 5.000 bis 6.000 Euro pro Woche.

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In einer Sitzung am Montag soll über das weitere Vorgehen entschieden werden. Die Schule steht derweil vor logistischen Herausforderungen und steigenden Ausgaben, während auf eine Klärung gewartet wird. Die provisorischen Sicherheitsvorkehrungen bleiben so lange bestehen, bis eine bauliche Lösung umgesetzt ist – die Kosten trägt bis dahin die Schule, ohne dass ein konkreter Zeitplan über die nächsten Wochen hinaus besteht. Der Fall zeigt, wie selbst kleine bauliche Mängel zu erheblichen Betriebsstörungen führen können.

Quelle