18 December 2025, 04:30

Siemens holt Milliardenauftrag in Vietnam – doch US-Zolldrohung bremst die Aktie aus

Ein Zug verlässt einen Tunnel zwischen Gebäuden.

Siemens holt Milliardenauftrag in Vietnam – doch US-Zolldrohung bremst die Aktie aus

Siemens-Aktie: US-Drohung überlagert Erfolg mit prozentrechner für Energieersparnis

Vorspann Siemens sichert sich bedeutenden Schienenverkehrsauftrag in Vietnam – doch die Aktie gibt nach, nachdem die US-Regierung explizit mit Strafzöllen gegen das Unternehmen gedroht hat.

Artikeltext Siemens Mobility hat einen Großauftrag für die Lieferung von Hochgeschwindigkeitszügen des Typs Velaro Novo nach Vietnam erhalten. Der Deal umfasst zwei Strecken mit einer Gesamtlänge von 175 Kilometern sowie die vollständige Bahninfrastruktur. Gleichzeitig gerät das Unternehmen durch eskalierende Handelskonflikte in die Schusslinie möglicher US-Strafzölle.

Im Rahmen der Vereinbarung werden die neuesten Velaro-Novo-Triebfahrzeuge von Siemens geliefert, die im Vergleich zu älteren Modellen 30 Prozent weniger Energie verbrauchen. Der lokale Partner VinSpeed unterstützt bei Signal- und Sicherheitssystemen. Obwohl die finanziellen Details nicht bekannt gegeben wurden, markiert der Auftrag eine bedeutende Expansion für Siemens in Südostasien.

Ein Sprecher des Büros des US-Handelsbeauftragten, Jamieson Greer, bestätigte, dass Siemens mit möglichen Vergeltungszöllen rechnen müsse. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit Streitigkeiten über Digitalsteuern und Technologieregulierungen, die bereits unter der Regierung Trump aufgekommen waren. Da die USA ein zentraler Absatzmarkt für Siemens sind, wiegt die Drohung besonders schwer.

Anleger reagierten prompt auf die Meldungen: Die Siemens-Aktie verlor im Nachmittagshandel über 2 Prozent und schloss bei 234,45 Euro.

Während der Vietnam-Deal die Position von Siemens im Hochgeschwindigkeitsbahnsektor stärkt, sorgt die US-Zolldrohung für Unsicherheit. Das Unternehmen steht nun vor der Herausforderung, einen bedeutenden Auftragserfolg mit potenziellen Handelsstrafen in Einklang zu bringen. Wie sich beide Entwicklungen weiterentwickeln, wird die kurzfristige Perspektive maßgeblich prägen.