Skandal um Massentierhaltung: Großer Schlachthof nach Tierquälerei-Vorwürfen dicht
Ben SchmidtVerhaftungsbefehle gegen Schlachthofmitarbeiter erlassen - Skandal um Massentierhaltung: Großer Schlachthof nach Tierquälerei-Vorwürfen dicht
Ein großer Geflügelschlachthof in Wassertrüdingen hat nach Ermittlungen wegen Tierquälerei geschlossen. Sieben Mitarbeiter müssen nun mit Bußgeldern wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz rechnen. Der Fall nahm seinen Anfang, als eine Tierrechtsorganisation im April 2021 erschütternde Videoaufnahmen veröffentlichte.
Der Schlachthof zählte zu den größten in Deutschland und verarbeitete täglich bis zu 60.000 Legehennen, die vor allem für die Suppenproduktion bestimmt waren. Rund 125 Beschäftigte arbeiteten dort, bis der Betrieb im April 2025 eingestellt wurde. Die Schließung erfolgte nach Vorwürfen der Misshandlung, die durch die Organisation ANINOVA aufgedeckt worden waren.
Gerichtliche Strafen wurden bereits verhängt, die Geldbußen reichen von 30 bis 180 Tagessätzen. Vier der sieben Urteile sind bereits rechtskräftig, eines davon ist endgültig. Ein Mitarbeiter erhielt eine Strafe von über 90 Tagessätzen, was nach deutschem Recht als Vorstrafe gewertet wird.
Durch die Schließung des Betriebs verloren alle 125 Beschäftigten ihre Arbeitsplätze. Die juristischen Verfahren gegen die sieben Arbeiter laufen weiter, wobei bereits Bußgelder wegen Tierschutzverstößen verhängt wurden. Der Fall zeigt die Konsequenzen auf, die bei Verstößen gegen Vorschriften in der industriellen Lebensmittelproduktion drohen.






