21 February 2026, 18:29

Skibergsteigen debütiert 2026 in Mailand – Deutschlands junge Talente im Fokus

Eine Person auf Skiern mit einem Stock in der Hand vor schneebedeckten Bergen im Hintergrund auf einem Plakat, das einen Wintersport in Graubünden, Schweiz, bewirbt, mit Text, der Informationen über den Sport enthält.

Skibergsteigen debütiert 2026 in Mailand – Deutschlands junge Talente im Fokus

Skibergsteigen feiert Olympiapremiere in Mailand Cortina 2026 – Deutschland setzt auf junge Talente

Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand Cortina wird Skibergsteigen erstmals auf dem Programm stehen. Deutschland geht mit einem jungen Team an den Start, das dort seine Spuren hinterlassen will. Die Sportart, die durch ihren geringen ökologischen Fußabdruck und die Nutzung natürlicher Geländestrukturen besticht, wird in einem rasanten Sprintformat ausgetragen – die Rennen dauern weniger als drei Minuten. Für die 19-jährige Helena Euringer ist die Teilnahme ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den Spielen 2030.

Skibergsteigen, auch als Skimo bekannt, ist eine wettkampforientierte Form des Skitourengehens, die keine Stadien, Sprunganlagen oder Lifte benötigt. Im Gegensatz zum alpinen Skisport kommt die Disziplin vollständig ohne motorisierte Hilfsmittel aus – die Athleten bewältigen die Steigungen allein durch eigene Kraft. Dadurch werden Energieverbrauch und Umweltbelastung deutlich reduziert. Diese Nachhaltigkeit entspricht modernen Trends, wie der Deutsche Alpenverein (DAV), der für den Sport in Deutschland zuständig ist, betont.

Zum deutschen Team gehören Tatjana Paller, die bei der Weltmeisterschaft 2025 den dritten Platz belegte, sowie Finn Hösch – beide Anfang zwanzig. Für sie sind die Olympischen Spiele eine seltene Chance, sich auf höchstem Niveau zu messen. Ihr Ziel ist klar: die Halbfinals und Finals erreichen, wobei Paller sogar eine Medaille anpeilt.

Das für die Olympischen Spiele neue Sprintformat wird die Athleten in Rennen von unter drei Minuten Dauer auf die Probe stellen. Zwar begrüßt der DAV die Aufnahme von Skimo ins olympische Programm, doch die Rolle der Disziplin im Spitzensport wird innerhalb des 150 Jahre alten Vereins kontrovers diskutiert. Historisch gesehen waren Langstreckenrennen wie die Patrouille des Glaciers bereits von 1924 bis 1948 olympisch.

Der DAV sieht die Faszination von Skimo vor allem in seiner Zugänglichkeit und Umweltfreundlichkeit. Mit der offiziellen Rückkehr bei Mailand Cortina 2026 setzt sich der Verein bereits für eine Berücksichtigung bei den Winterspielen 2030 ein.

Das deutsche Skimo-Team wird in einer Sportart antreten, die Geschwindigkeit, Ausdauer und Nachhaltigkeit vereint. Ihre Leistungen in Mailand Cortina 2026 könnten die Zukunft der Disziplin in den Olympischen Spielen prägen. Ob Skimo langfristig im Programm bleibt, hängt maßgeblich vom Erfolg dieses Debüts ab – und davon, wie überzeugend der DAV seine Position vertreten kann.

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