Slowenien protestiert gegen FIS: War Timi Zajcs Skisprung-Anzug regelkonform?
Johanna MüllerSlowenien protestiert gegen FIS: War Timi Zajcs Skisprung-Anzug regelkonform?
Der Slowenische Skiverband hat bei der Internationalen Skiföderation (FIS) offiziellen Protest gegen die Vermessung des Anzugs von Timi Zajc während der Vierschanzentournee eingelegt. Streitpunkt ist, ob in Garmisch-Partenkirchen das korrekte Verfahren eingehalten wurde. Funktionäre argumentieren, dass äußere Einflüsse die Konformität des Anzugs vor dem Sprung verändert haben könnten.
Auslöser des Streits war die Anpassung von Zajcs Anzuggröße vor dem Wettbewerb – angeblich auf Anraten des slowenischen Nationaltrainers Zoran Žagar. Normalerweise werden die Springer erst nach ihrem Sprung vermessen, in diesem Fall erfolgte die Kontrolle jedoch im Vorfeld.
Gorazd Pogorelcnik, Leiter des slowenischen Skispringens, betont, dass Zajcs Anzug vor dem Absprung den Vorschriften entsprochen habe. Er führt aus, dass Wetter oder natürliche Einflüsse dessen Eigenschaften anschließend verändert haben könnten. Pogorelcnik widerspricht zudem der Annahme, alle Anzüge seien gleichen Bedingungen ausgesetzt – jeder reagiere unterschiedlich auf wechselnde Umstände. Der slowenische Verband stellt nun die Vorgehensweise der FIS infrage und verteidigt Zajcs Handeln während des Turniers.
Der Protest wirft grundsätzliche Fragen zur Zeitplanung der Messungen und möglichen Umwelteinflüssen auf die Ausrüstung auf. Sollte der Einspruch Erfolg haben, könnte dies künftig Auswirkungen auf die Durchführung von Anzugkontrollen in Wettbewerben haben. Die FIS hat sich bisher noch nicht zu der offiziellen Beschwerde geäußert.