Söder attackiert AfD wegen "clanartiger Strukturen" und fordert Verfassungsschutz-Beobachtung
Ben SchmidtSöder: "Clan-Strukturen" innerhalb der AfD - Söder attackiert AfD wegen "clanartiger Strukturen" und fordert Verfassungsschutz-Beobachtung
Der Vorsitzende der CSU, Markus Söder, hat die Alternative für Deutschland (AfD) wegen ihrer Personalpolitik scharf kritisiert. Er bezeichnete die Beschäftigungspraktiken der Partei als "clanartige Strukturen". Seine Äußerungen folgen Berichten, wonach AfD-Abgeordnete Angehörige anderer Parteimitglieder für Stellen in ihren Büros einstellen.
Aus mehreren Bundesländern – darunter Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Baden-Württemberg – gibt es Meldungen, dass AfD-Politiker Familienmitglieder von Parteikollegen als Mitarbeiter beschäftigen. Zwar sind die genauen Zahlen unklar, doch von "mehreren" oder "vielen" solchen Fällen ist die Rede. Zwar verbieten Parlamentsregeln bereits, dass Abgeordnete eigene Angehörige einstellen, doch die gegenseitige Begünstigung unter AfD-Mitgliedern steht besonders in der Kritik.
Söder warnte zudem, die AfD bewege sich weiter nach rechtsaußen, statt sich zu mäßigen. Ein generelles Verbot der Partei lehnte er ab, da dies ihr "Märtyrerstatus" verleihen könnte. Stattdessen sprach er sich für eine fortgesetzte Beobachtung durch den Verfassungsschutz aus, um ihre Aktivitäten zu überwachen.
Der CSU-Chef betonte, ein "hysterisches, moralinsaures Verbot" sei nicht der richtige Weg. Seine Aussagen spiegeln die wachsenden Bedenken gegenüber den internen Gepflogenheiten und der politischen Ausrichtung der AfD wider.
Die Vorwürfe erhöhen den Druck auf die AfD, die sich bereits mit Nepotismus-Vorwürfen und dem Vorwurf der ideologischen Radikalisierung konfrontiert sieht. Söders Forderung nach anhaltender Beobachtung durch den Verfassungsschutz deutet darauf hin, dass die Partei weiter unter scharfer Beobachtung stehen wird. Die Debatte über ihre Zukunft in der deutschen Politik dürfte damit anhalten.






