06 January 2026, 17:05

Söder fordert radikale Reformen: Steuern, Gesundheit und Arbeitsmarkt im Umbruch

Eine Stadtansicht mit Masten, Straßenlaternen, Gebäuden, Fahrzeugen auf der Straße, Eisengittern, Bäumen, einer Skulptur und einem klaren Himmel.

Söder fordert Unternehmenssteuerreform ab 1. Januar 2026 - Söder fordert radikale Reformen: Steuern, Gesundheit und Arbeitsmarkt im Umbruch

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat dringende wirtschaftliche und soziale Reformen gefordert, um Deutschlands wachsende Herausforderungen zu bewältigen. Bei einem CSU-Strategietreffen in Seeon schlug er vor, die Stromsteuer für alle Verbraucher zu senken und die geplante Unternehmenssteuerreform zu beschleunigen. Seine Pläne zielen zudem auf die Bekämpfung von Ineffizienzen im Gesundheitswesen sowie Anpassungen am Arbeitsmarkt ab.

Söder setzte sich dafür ein, die von der Bundesregierung geplante Reform der Unternehmensbesteuerung – ursprünglich für 2028 vorgesehen – bereits zum 1. Januar 2026 in Kraft treten zu lassen. Er argumentierte, dass wirtschaftliche Notwendigkeiten Vorrang vor den aktuellen Koalitionsvereinbarungen haben müssten, selbst wenn die Änderungen auf Widerstand stoßen. Der CSU-Vorsitzende bezeichnete das Jahr 2026 als entscheidend für die Koalition und warnte vor möglichen inneren Konflikten.

Im Gesundheitsbereich kritisierte Söder das zersplitterte deutsche System und schlug vor, die Zahl der Krankenkassen zu verringern. Zudem forderte er strengere Regeln, um den Missbrauch von Krankschreibungen einzudämmen – etwa durch ein Verbot von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen per Telefon. Angesichts der alternden Bevölkerung sprach er sich für eine Erhöhung der Arbeitszeiten im Rahmen umfassender Sozialreformen aus. Auch die hohen Energiekosten standen im Fokus: Söder plädierte für eine Senkung der Stromsteuer, um Haushalte und Unternehmen zu entlasten. Seine Vorschläge zielen darauf ab, wirtschaftliches Wachstum mit sozialer Stabilität in Einklang zu bringen – trotz möglicher Widerstände.

Söders Reformpläne würden bei einer Umsetzung Steuern, Gesundheitswesen und Arbeitsmarkt grundlegend verändern. Sein Vorstoß, die Unternehmenssteuerreform und die Stromsteuersenkung bereits 2026 umzusetzen, unterstreicht den Handlungsdruck. Die Vorschläge werden nun innerhalb der Koalition und in der weiteren politischen Landschaft diskutiert.