04 January 2026, 10:11

Söder fordert rasche Steuerreform: 10 Milliarden für Wirtschaft und Bürger

Eine nächtliche Stadtansicht mit beleuchteten Gebäuden, Fahrzeugen auf der Straße, Pfählen, Leuchten, Eisengittern, Bäumen, einer Skulptur und einem dunklen Himmel.

Vor CSU-Fraktion: Söder fordert Beschleunigung der Unternehmenssteuerreform - Söder fordert rasche Steuerreform: 10 Milliarden für Wirtschaft und Bürger

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Bundesregierung aufgefordert, die geplante Unternehmenssteuerreform zu beschleunigen. Am Wochenende schlug er vor, die vorgesehenen Senkungen bereits auf Juli 2026 vorzuziehen – statt wie geplant erst 2028. Damit soll die Wirtschaft in Zeiten der aktuellen konjunkturellen Schwäche Deutschlands gestärkt und Investitionen angeregt werden.

Zudem forderte Söder eine rückwirkende Steuerentlastung zum 1. Januar 2026 sowie eine Senkung der Stromsteuer für alle Bürger im kommenden Jahr. Die Kosten für diese Maßnahmen lägen gemeinsam unter 10 Milliarden Euro.

Der CSU-Vorsitzende erhöht den Druck, während die Ampelkoalition eine schrittweise Absenkung der Unternehmenssteuer von 15 auf 10 Prozent bis 2032 plant. Derzeit sieht ihr Vorhaben – Teil des Investitionspakets 2025 – vor, die Senkungen erst ab 2028 umzusetzen. Söder argumentiert, dass ein schnelleres Handeln notwendig sei, um die Wirtschaft noch in dieser Legislaturperiode zu beleben.

Er betont, die Finanzierung sei möglich, sofern Spielräume im Haushalt bestünden. Neben der Entlastung für Unternehmen strebt Söder auch niedrigere Stromsteuern für Haushalte ab 2026 an. Beide Maßnahmen zusammen, so seine Einschätzung, blieben unter der 10-Milliarden-Grenze.

Söders Vorschläge würden die Steuerentlastung um zwei Jahre vorziehen und sie zudem auf die Energiekosten ausweiten. Bei einer Umsetzung könnten Unternehmen bereits ab Mitte 2026 weniger Steuern zahlen, während Bürger mit sinkenden Stromkosten rechnen könnten. Wie die Koalition auf die Forderungen reagiert, bleibt vorerst offen.