19 December 2025, 18:19

Söder lehnt Einsatz deutscher Wehrpflichtiger in der Ukraine ab

Ein Buchumschlag mit Armee-Panzern und Jeeps in einer KriegsSzene mit Text darüber.

Söder lehnt Einsatz deutscher Wehrpflichtiger in der Ukraine ab

Söder lehnt Einsatz von Wehrpflichtigen in der Ukraine ab

Zusammenfassung CSU-Chef Markus Söder hat sich gegen den Einsatz von Wehrpflichtigen bei einem möglichen Bundeswehr-Einsatz im Rahmen einer Friedensmission in der Ukraine ausgesprochen.

„Wehrpflichtige dürfen nicht in die Ukraine geschickt werden“, betonte Söder am Donnerstagabend im Fernsehsender Welt.

München, 18. Dezember 2025

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat einen Einsatz deutscher Wehrpflichtiger in der Ukraine unter allen Umständen ausgeschlossen. In einem aktuellen Interview mit Welt-TV äußerte der CSU-Vorsitzende zudem Skepsis gegenüber Plänen für eine internationale Militärmission in der Region.

Stattdessen schlug er eine strengere Kontrolle des Luftraums als alternative Sicherheitsmaßnahme vor.

Söder bezog im Welt-Gespräch klar Position: Wehrpflichtige dürften „unter keinen Umständen“ in die Ukraine entsandt werden. Selbst wenn Eltern einer solchen Verlegung zustimmten, lehnte er den Vorschlag kategorisch ab.

Zudem hinterfragte er weitergehende Überlegungen zu einer internationalen Militärpräsenz in der Ukraine. Zwar nannte er keine detaillierten Alternativen, betonte aber eine konkrete Maßnahme: das Abschießen von Drohnen und Flugzeugen, die den Luftraum verletzen. Als Beispiel verwies er auf die türkische Praxis, wiederkehrende unerlaubte Überflüge abzufangen.

Der CSU-Chef ging nicht näher auf weitere Sicherheitsmechanismen ein, machte jedoch deutlich, dass die Luftraumüberwachung Priorität haben sollte.

Mit seinen Äußerungen schloss Söder eine Beteiligung von Wehrpflichtigen in der Ukraine aus. Sein Fokus auf die Luftraumsicherung deutet auf eine Präferenz für indirekte Sicherheitsvorkehrungen statt direkter Truppeneinsätze hin. Die Debatte über internationale Militärhilfe für die Ukraine sieht sich damit mit weiterem Widerstand aus den Reihen der deutschen konservativen Führung konfrontiert.