06 January 2026, 19:00

Söder lobt Merz’ Rolle in der Venezuela-Krise – und fordert mehr deutschen Einfluss

Ein Buchumschlag mit Armee-Panzern und Jeeps in einer Kriegs-Szene mit Text darüber.

Söder lobt Merz’ Rolle in der Venezuela-Krise – und fordert mehr deutschen Einfluss

Markus Söder, Vorsitzender der bayerischen CSU, hat sich zu Deutschlands Rolle bei der jüngsten, von den USA geführten Operation in Venezuela geäußert. Bei einer CSU-Veranstaltung in München lobte er Bundeskanzler Friedrich Merz für die Stärkung des deutschen Einflusses auf der internationalen Bühne. Gleichzeitig thematisierte er die begrenzte Wirkung Europas in globalen Angelegenheiten.

Söder zeigte sich überrascht von der deutschen Reaktion auf die US-Militäraktion, die zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro führte. Zwar begrüßte er Maduros Verhaftung, betonte jedoch, dass die Situation eher faktische als rechtliche Lehren biete.

Auf der Konferenz hob Söder die zentrale Rolle von Kanzler Merz in den Verhandlungen mit den USA hervor. Ohne Merz, so der CSU-Chef, hätte Europa kaum eine gewichtige Stimme in der Weltpolitik. Er bezeichnete den Kanzler als Schlüsselfigur im Umgang mit US-Präsident Donald Trump, was Deutschland mehr Gewicht in internationalen Gesprächen verleihe. Gleichzeitig kritisierte Söder die aktuelle Position Europas, das in zentralen globalen Fragen kaum Einfluss habe. Seine Äußerungen unterstrichen die Überzeugung, dass eine stärkere Führung – insbesondere durch Deutschland – die Stellung Europas verbessern könnte.

Söders Aussagen spiegeln das Bestreben wider, dass Deutschland in der Außenpolitik eine selbstbewusstere Rolle einnehmen sollte. Er sieht Kanzler Merz als entscheidend an, um das Gewicht des Landes – vor allem im Verhältnis zu den USA – zu stärken. Die Aussagen des CSU-Vorsitzenden deuten zudem auf eine grundsätzliche Debatte über Europas Platz in der internationalen Politik hin.