13 February 2026, 20:47

Söder warnt: Europa bleibt ohne USA militärisch und wirtschaftlich verletzlich

Eine detaillierte Karte der Western-Union-Transatlantischen-Kabel und -Verbindungen, die die Routen und wichtigen Punkte zwischen Ländern hervorhebt, mit fettem Text, der die Verbindungen beschreibt.

Söder warnt: Europa bleibt ohne USA militärisch und wirtschaftlich verletzlich

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat gewarnt, dass Europa in Fragen der Verteidigung, Sicherheit und Wirtschaft nicht allein bestehen könne. Er betonte die entscheidende Bedeutung der Partnerschaft zwischen den USA und der EU und bezeichnete sie als unverzichtbar für die zukünftige Stärke und Stabilität des Kontinents. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit wachsender Spannungen um die militärische Eigenständigkeit Europas.

Söder verglich das Verhältnis zwischen der EU und den USA mit einer belasteten, aber sorgfältig zu pflegenden Partnerschaft. Europa dürfe die USA nicht vor den Kopf stoßen, müsse aber gleichzeitig klare Erwartungen formulieren, argumentierte er. Seine Aussagen folgen auf Jahre engerer militärischer Zusammenarbeit seit dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022, darunter gemeinsame NATO-Manöver und eine verstärkte Präsenz US-amerikanischer Truppen in Europa.

Zur nuklearen Abschreckung lehnte Söder die Vorstellung ab, Deutschland könne hier eine führende Rolle übernehmen. Dies sei rechtlich wie praktisch undurchführbar, so der Ministerpräsident. Stattdessen kritisierte er die zu starke Abhängigkeit Europas vom französischen Atomarsenal und bezeichnete dies angesichts der begrenzten Kapazitäten Frankreichs als schwerwiegende Fehleinschätzung.

Zwar räumte Söder die Bedeutung Frankreichs ein, bestand jedoch darauf, dass dessen Rolle nur im Verbund mit US-Unterstützung wirksam sein könne. Er mahnte Europa zu Besonnenheit, strategischem Handeln und dazu, nichts zu unternehmen, was die transatlantischen Bindungen schwächen könnte.

Söders Warnungen unterstreichen die anhaltende Abhängigkeit Europas von der militärischen und sicherheitspolitischen Zusammenarbeit mit den USA. Seine Position schließt deutsche nukleare Ambitionen aus und stellt Frankreichs Fähigkeit infrage, allein zu handeln. Die Debatte über die verteidigungspolitische Zukunft Europas bleibt eng mit dem Verhältnis zu Washington verknüpft.