15 April 2026, 16:14

Spahn fordert Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel gegen Inflation

Karte von Europa, die die EU-Mehrwertsteuersätze von 2014 mit Prozentangaben und Text anzeigt.

Spahn fordert Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel gegen Inflation

Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat vorgeschlagen, die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel abzuschaffen. Mit diesem Schritt soll die finanzielle Belastung einkommensschwacher Haushalte gemildert werden, da die Lebenshaltungskosten weiterhin steigen. Sein Vorstoß erfolgt im Rahmen der aktuellen Debatten über Steuerreformen und Inflationssorgen.

Spahn betonte, dass Geringverdiener einen großen Teil ihres Einkommens für grundlegende Ausgaben wie Miete und Lebensmittel aufwenden müssten. Da Mieten bereits von der Mehrwertsteuer befreit seien, plädierte er dafür, Lebensmittel nach demselben Prinzip zu behandeln. Derzeit werden Grundnahrungsmittel mit sieben Prozent besteuert – ein Satz, den er auf null senken möchte.

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Er präsentierte den Vorschlag als Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets zur Bekämpfung der Inflation, die durch steigende Ölpreise und den Konflikt im Iran angeheizt werde. Gleichzeitig räumte er ein, dass es Spannungen zwischen wirtschaftlichen und politischen Argumenten bei der Frage der Mehrwertsteueränderungen gebe. Einige Beamte hätten bereits vorgeschlagen, den allgemeinen Mehrwertsteuersatz zu erhöhen, um das Haushaltsdefizit des Bundes auszugleichen.

Spahn bestätigte, dass die Koalition die Vorschläge intern prüfen und mit den Medien erörtern werde. Noch seien keine endgültigen Entscheidungen gefallen, doch die Idee habe eine Debatte darüber ausgelöst, wie soziale Unterstützung und Haushaltsdisziplin in Einklang zu bringen seien. Die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel würde als sozialer Ausgleich wirken und die Kosten für die von der Inflation am stärksten Betroffenen senken. Die nächsten Schritte der Koalition werden zeigen, ob das Vorhaben umgesetzt wird. Derzeit laufen die Beratungen innerhalb der Regierung noch.

Quelle