Spätaussiedler in Deutschland: Immer weniger kommen aus Kasachstan, mehr aus Russland
Hannah BöhmSpätaussiedler in Deutschland: Immer weniger kommen aus Kasachstan, mehr aus Russland
Deutschland bearbeitet weiterhin Spätaussiedler – jedes Jahr kommen Tausende von ihnen ins Land. 2025 prüften die Behörden 6.209 Anträge und genehmigten davon 3.700. Die meisten Neuankömmlinge stammen mittlerweile aus Russland, Kasachstan und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken.
In den 1990er-Jahren und Anfang der 2000er wanderten jährlich Zehntausende aus Kasachstan nach Deutschland aus. Auf dem Höhepunkt wurden pro Jahr über 38.000 kasachische Spätaussiedler registriert. Bis 2010 sank diese Zahl jedoch drastisch auf nur noch 508.
Der Rückgang setzte sich in den vergangenen 15 Jahren fort. 2025 wurden in Friedland, dem zentralen Aufnahmezentrum für Spätaussiedler, lediglich 1.079 Personen aus Kasachstan erfasst. Im selben Jahr registrierte die Einrichtung zudem 2.562 Menschen aus Russland, 381 aus der Ukraine und 80 aus Kirgisistan.
Friedland bleibt der zentrale Anlaufpunkt für die Erstaufnahme und Integrationshilfe. Insgesamt durchliefen 2025 dort 4.238 Spätaussiedler das Verfahren – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu früheren Jahrzehnten.
Die Zahl der in Deutschland ankommenden Spätaussiedler sinkt seit den frühen 2000er-Jahren kontinuierlich. 2025 wurden weniger als 5.000 bearbeitet, während es in früheren Jahren noch Zehntausende waren. Der Großteil kommt heute aus Russland, während der Anteil aus Kasachstan deutlich geringer ausfällt als früher.






