Streit um Michael-Jackson-Biopic: Paris Jackson wirft Nachlass Unehrlichkeit vor
Johanna MüllerStreit um Michael-Jackson-Biopic: Paris Jackson wirft Nachlass Unehrlichkeit vor
Ein neues Michael-Jackson-Biopic kommt in die Kinos – doch rechtliche Streitigkeiten zwischen dem Nachlass des Sängers und seiner Tochter Paris Jackson überschatten die Veröffentlichung. Der unter dem Titel "Michael" erscheinende Film steht in der Kritik von Paris Jackson, die mehr Transparenz von den Verwaltern des Erbes ihres Vaters fordert.
Die Anwälte des Nachlasses kontern scharf und werfen ihr vor, durch Auftritte vor Gericht und medienwirksame Aktionen Aufmerksamkeit zu heischen. In der Hauptrolle ist Jaafar Jackson, ein Neffe des Popstars, zu sehen. Colman Domingo und Nia Long verkörpern seine Eltern, während Miles Teller John Branca spielt – den ehemaligen Anwalt Michaels und heutigen Mitverwalter des Nachlasses. Nach einer außergerichtlichen Einigung strichen die Produzenten kürzlich eine Handlungsebene im dritten Akt, die einen Ankläger in den Fokus rückte.
Paris Jackson hatte wiederholt die Richtigkeit des Films infrage gestellt und ihn zuvor als "beschönigend" und "unehrlich" bezeichnet. Nun wirft ihr Anwaltsteam dem Nachlass vor, Brancas finanzielle Interessen über die der Begünstigten zu stellen. Die Vertreter des Erbes entgegneten, Paris inszeniere "Boulevard-Presseauftritte" und "posiere bei Anhörungen", um im Rampenlicht zu stehen.
Im Kern geht es in dem Konflikt um grundsätzliche Bedenken zur Verwaltung von Michael Jacksons Vermögen. Paris und ihre Geschwister fordern klarere und zeitnahe finanzielle Offenlegungen – mit dem Argument, die Begünstigten hätten ein Recht auf volle Rechenschaftspflicht.
Trotz der Kontroversen laufen die Arbeiten an "Michael" weiter. Der Kinostart bleibt unverändert, doch zu den konkreten Vorwürfen der Familie hat sich der Nachlass bisher nicht im Detail geäußert. Die Veröffentlichung des Films fällt in eine Phase anhaltender Spannungen zwischen Paris Jackson und den Erbenverwaltern. Die juristischen Auseinandersetzungen um Transparenz und Finanzmanagement zeigen keine Anzeichen einer Beilegung. Gleichzeitig spiegelt die überarbeitete Handlung den Versuch des Nachlasses wider, weitere rechtliche Verwicklungen vor dem Debüt zu vermeiden.






