Streit um neuen Rentenplan: Soll das Eintrittsalter an Beitragsjahre geknüpft werden?

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Ein Plakat auf einer Ziegelwand.

Gemischte Reaktion auf Vorschlag, Renteneintrittsalter an Beitragsjahren zu koppeln - Streit um neuen Rentenplan: Soll das Eintrittsalter an Beitragsjahre geknüpft werden?

Gemischte Reaktionen auf Vorschlag: Rentenalter an Beitragsjahre zu koppeln

Gemischte Reaktionen auf Vorschlag: Rentenalter an Beitragsjahre zu koppeln

Ein neuer Vorschlag, die Rentenberechtigung nicht mehr am Alter, sondern an den Beitragsjahren auszurichten, hat in der deutschen Politik eine kontroverse Debatte ausgelöst. Der Ökonom Jens Südekum brachte die Idee ein und argumentiert, sie könnte den Renteneintritt für Hochschulabsolventen verzögern. Die Reaktionen fallen jedoch gespalten aus: Während einige den Ansatz befürworten, warnen andere vor ungerechten Folgen.

Südekums Plan sieht vor, die starre Altersgrenze abzuschaffen und stattdessen eine feste Anzahl an Beitragsjahren vorzuschreiben. Dies könnte für Spätberuflicher – etwa Akademiker – einen späteren Renteneintritt bedeuten. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bezeichnete den Vorschlag als "interessant", betonte aber, dass die tatsächlichen Arbeitsjahre berücksichtigt werden müssten.

Die AfD unterstützt zwar die Abkehr von einem starren altersbasierten System, lehnt jedoch eine Anhebung der Rentengrenze ab. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf sieht in dem Vorstoß einen sinnvollen Ausgangspunkt für umfassendere Rentenreformen. Auch CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hält eine Diskussion in der Rentenkommission der Bundesregierung für geboten.

Kritik kommt von mehreren Seiten. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), nannte den Plan "ungerecht" und warnte, er werde die Ungleichheit zwischen Arm und Reich sowie zwischen Männern und Frauen verschärfen. Die Linke verurteilte den Vorschlag als spaltend und prognostizierte, dass manche Arbeitnehmer de facto erst mit 70 in Rente gehen könnten. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) erkannte zwar mögliche Vorteile an, mahnte aber eine sorgfältige Prüfung an.

Die Grünen zeigen sich zurückhaltender und fordern, zunächst sicherzustellen, dass alle das heutige Renteneintrittsalter von 67 Jahren erreichen können, bevor über weitere Reformen nachgedacht werde.

Der Vorschlag hat eine grundsätzliche Debatte über Rentenfairness und Flexibilität angestoßen. Während einige Parteien darin einen Schritt zur Modernisierung des Systems sehen, befürchten andere, dass bestehende Ungleichheiten vertieft werden könnten. Die Rentenkommission der Bundesregierung wird sich nun mit der Idee befassen – neben weiteren Reformoptionen.

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