21 December 2025, 21:12

Studie enthüllt: Wer ist besonders anfällig für Fake News?

Eine Zeitung mit zwei Fotos von Frauen und begleitendem Text.

Studie enthüllt: Wer ist besonders anfällig für Fake News?

Studie enthüllt: Wer ist besonders anfällig für Falschmeldungen?

Teaser: Eine Studie zeigt, dass die Generation Z, Frauen, konservative Menschen und Personen mit geringerer Bildung anfälliger für Falschmeldungen sind. Maßnahmen zur Verbesserung der Medienkompetenz sind dringend erforderlich.

2025-04-09T15:23:31+00:00

Schlagwörter: Bildung und Persönlichkeitsentwicklung, Politik, Allgemeine Nachrichten

Eine neue Studie kommt zu dem überraschenden Ergebnis, dass jüngere Menschen – obwohl sie als „Digital Natives“ gelten – mit Fehlinformationen ähnlich stark zu kämpfen haben wie ältere Generationen. Die vom Reuters Institute for the Study of Journalism der Universität Oxford durchgeführte Untersuchung zeigt auf, wie verschiedene Bevölkerungsgruppen mit falschen Informationen im Internet umgehen.

An der Studie nahmen über 66.000 Personen aus mehreren Ländern teil. Die Forscher:innen testeten ihre Fähigkeit, echte Nachrichten von erfundenen Schlagzeilen zu unterscheiden. Die Ergebnisse zeigten, dass Angehörige der Generation Z und Frauen ihre eigene Anfälligkeit für Fehlinformationen eher erkannten. Hingegen überschätzten Menschen mit höherer Bildung oft ihre Kompetenz, falsche Inhalte zu identifizieren.

Besonders konservative Personen – vor allem mit extremen politischen Ansichten – erwiesen sich als anfälliger für Falschmeldungen als andere Gruppen. Zwar schnitten besser gebildete Teilnehmende bei der Erkennung von Fake News leicht besser ab, doch auch sie beurteilten ihre eigenen Fähigkeiten häufig falsch ein. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Oxford Internet Institute und internationalen Forschungsteams durchgeführt. Ziel ist es, künftige Politiken und Bildungsprogramme zu gestalten, die die Verbreitung von Fehlinformationen eindämmen sollen.

Die Ergebnisse widerlegen gängige Annahmen über die digitale Kompetenz jüngerer Generationen. Gleichzeitig deuten sie auf Defizite im Selbstbewusstsein hin – selbst bei Menschen mit höherer Bildung. Die Erkenntnisse der Studie könnten nun dazu beitragen, Medienkompetenz gezielter zu fördern und Fehlinformationen wirksamer zu bekämpfen.